Wer an Kanada denkt, denkt unweigerlich an eindrucksvolle Landschaften, machtvolle Berge, türkisblaue Seen und eine artenreiche Tierwelt. Die kanadischen Rocky Mountains sind das perfekte Reiseziel, um diese Landschaft zu entdecken. Gleich fünf Nationalparks liegen in den Canadian Rockies, mit dem Yoho, Banff & Jasper National Park haben wir auf unserem Roadtrip drei davon besucht.

Tag 1
Von Calgary in den Banff National Park

Banff · Johnston Canyon · Lake Louise

Nach einer kurzen Nacht im Flughafenhotel geht es zeitig morgens zurück an den Flughafen, um den Mietwagen für unsere Route von Calgary nach Vancouver abzuholen. Mit einem müden Lächeln ignorieren wir die Anspielung auf die Größe des Autos. Zum Glück, stellen wir doch wenige Minuten später fest, dass wir mit einem Hyundai Accent eine völlig ausreichende Kategorie gebucht haben und unser Gepäck problemlos im Kofferraum verstauen können. Rund zwanzig Minuten dauert die anschließende Fahrt ins Zentrum von Calgary. Einen Zwischenstopp, den wir getrost hätten auslassen können, wie wir CAD 8,50 zum Parken und einen Coffee-to-go später feststellen. Macht nichts, umso mehr freuen wir uns nun darauf, die Stadt hinter uns zu lassen und in den Banff National Park zu fahren.

Banff National Park | © individualiciousBanff National Park | © individualicious

Die Fahrt auf dem Highway 1 gestaltet sich abwechslungsreich und kurzweilig – trotz Regens. Um die Mittagszeit treffen wir im Banff National Park ein und entscheiden uns zum Lunch am Lake Minnewanka. Zwar macht uns der Regen einen Strich durch die Rechnung, so dass wir das Auto schlussendlich gar nicht erst verlassen. Doch immerhin können wir es mit unmittelbarem Blick auf den See abstellen und haben so doch noch eine entschädigende Kulisse für unser mitgebrachtes Essen. Auch bei Ankunft in Banff zeigt sich das Wetter nur bedingt von einer besseren Seite. Dennoch nutzen wir den Stopp für einen Bummel durch das (touristische) Dorf. Ein Souvenirladen mit typischen kanadischen Produkten reiht sich an den nächsten, lediglich unterbrochen von Ausflugsanbietern und Cafés. Nach rund einer halben Stunde haben wir einen guten Überblick von Banff erhalten und setzen uns ins Auto, um weiter zu den Bow Falls zu fahren. Dieser ist mit rund neun Metern Höhe zwar überschaubar, aber dennoch eine willkommene Abwechslung zum überlaufenen Banff. Direkt am Fuße des bekannten Banff Springs Hotel gelegen, bietet sich hier die Möglichkeit zu einem kleinen Spaziergang entlang des Ufers. Und auch wenn bei dem regnerischen Wetter ein Ausflug in die Banff Upper Hot Springs genau das richtige wäre, entscheiden wir uns schlussendlich dagegen, um doch noch die Füße bei einer kurzen Wanderung zu vertreten.

Banff National Park | © individualicious

Als wir das Auto am Ausgangspunkt zum Johnston Canyon abstellen, reißt auch langsam die Wolkendecke auf und die Sonne scheint zum ersten Mal an diesem Tag durch. Unser Ziel: die rund 1,2km bzw. 2,4km entfernten Lower und Upper Falls. Auf einem angelegten Steig geht es in einem gemütlichen Auf und Ab die Schlucht entlang, bis wir nach rund einer dreiviertel Stunde an den Lower Falls ankommen. Ein kurzer Blick durch die naturbelassene Höhle und weiter geht es in mäßiger Steigung zu den Upper Falls, die zwar weniger spektakulär als die Lower Falls, aber dennoch eine schöne Verlängerung der Tour sind.

Johnston Canyon - Banff National Park | © individualicious  Johnston Canyon - Banff National Park | © individualiciousJohnston Canyon - Banff National Park | © individualicious

Über den Bow Valley Parkway führt uns die Route weiter in Richtung Yoho National Park, unserem Tagesziel. Insgeheim hoffte ich, entlang der Straße einen Bär zu erspähen, ist der Bow Valley Parkway doch berüchtigt für die Chance einen Grizzly oder Braunbären zu sehen. Doch leider nein, es soll nicht sein. Wieder am Highway angelangt, wundern wir uns nur wenige Minuten später über die vielen geparkten Autos am Straßenrand. Intuitiv werden wir langsamer und halten Ausschau. Und tatsächlich: Über die Straßenbegrenzung hinweg entdecken wir plötzlich einen Bären im Wasser! In sicherer Entfernung sucht ein riesiger Grizzly Bär Abkühlung im Bow River. Gemütlich steigt er wenige Meter weiter wieder aus dem Wasser und trottet das Ufer entlang in unsere Richtung. Wir setzen die Fahrt nochmals kurz fort, als wir ihn aus den Augen verlieren, stoppen jedoch ein paar hundert Meter weiter erneut und haben wieder Glück ihn dabei zu beobachten, wie er direkt unter uns die Bahntrasse entlang marschiert. Was für ein Erlebnis!

Banff National Park | © individualiciousBanff National Park | © individualicious

Da sich das Wetter während unserer kurzen Wanderung zu den Johnston Canyon Falls stetig gebessert hat und der Himmel mit Ausnahme weniger Wolken wieder blau ist, entschließen wir uns kurzfristig, nicht direkt in unsere Unterkunft in Field zu fahren, sondern den Tag am Lake Louise ausklingen zu lassen. Zwar ist hier selbst zu später Stunde noch einiges los und am Ufer wimmelt es regelrecht von Touristen, die für ein schnelles Foto aus den Bussen springen. Dennoch ist der Anblick den Zwischenstopp wert und wir genießen die wärmenden Sonnenstrahlen mit Blick über den See und dem berühmten Chateau Lake Louise im Rücken.

Lake Louise | © individualicious

Tag 2
Yoho National Park

Emerald Lake · Takakkaw Falls · Moraine Lake

Wir beginnen den Tag im Yoho National Park mit einer Fahrt zum Emerald Lake. An der Taleinfahrt stoppen wir an der Natural Bridge und den Lower Falls, setzen dann aber zügig die Fahrt fort. Gerade in den Vormittagsstunden ist am Emerald Lake noch nicht allzu viel los, nur eine handvoll Touristen ist am Parkplatz zu sehen. Der See präsentiert sich wie im Bilderbuch – eine spiegelglatte Oberfläche, an der sich im türkisfarbenen Wasser die Silhouette der umliegenden Berge spiegelt. Vereinzelt legen Ruderboote vom Ufer ab und bringen etwas Bewegung in das Wasser. Wir spazieren den Uferweg entlang bis an die gegenüberliegende Seeseite und treffen dabei nur vereinzelt auf andere Wanderer. Zwar sind die Temperaturen aufgrund des nächtlichen Gewitters noch ziemlich frisch, doch die morgendliche Ruhe am See und die Farben entschädigen voll und ganz.

Emerald Lake | © individualiciousEmerald Lake | © individualicious

Rund 15 Kilometer entfernt liegen die Takakkaw Falls, die über eine steile, kurvige Bergstraße zu erreichen sind. Vom Parkplatz aus ist es ein etwa zehnminütiger Spaziergang zum Wasserfall, der zunächst über eine Holzbrücke und entlang eines Bachbetts bis ans Talende führt. Der Takkakaw Falls gilt mit seinen 381m Höhe offiziell als zweithöchster Wasserfall Kanadas und wird vom Daly Gletscher gespeist. Wir bedauern, nicht wie andere Wanderer etwas Proviant im Rucksack zu haben, verweilen aber dennoch einige Zeit am Fuße des Wasserfalls, um die Aussicht zu genießen.

Takakkaw Falls | © individualicious

Das eigentliche Highlight des Tages heben wir uns für den Nachmittag auf – wohlwissend, dass es mit der Zufahrt an diesem Tag gar nicht klappen könnte. Die Straße zum Moraine Lake wird aufgrund des hohen Andrangs zwischen 10 und 16 Uhr immer wieder gesperrt, so dass lediglich eine begrenzte Anzahl an Autos durchgelassen wird. Wir haben Glück: Just in dem Moment, als wir vom Lake Louise-Parkplatz wieder rausfahren wollen, um den Ausgangspunkt für den Shuttlebus zu suchen, ist die Straße wieder geöffnet. Wir passieren die Absperrung und freuen uns, denn unmittelbar nach uns wird die Moraine Lake Road erneut gesperrt.

Es war vor der Reise und während der Planungszeit vor allem ein Bild vom Moraine Lake welches mich immer wieder fesselte und meine Vorfreude auf Kanada richtig wachsen ließ. Nun standen wir also selbst am Ufer des aus Gletschern gespeisten Sees und waren regelrecht überwältigt vom Anblick. Der Moraine Lake liegt im Valley of the Ten Peaks, einem Tal, das von zehn Berggipfeln umgeben ist. Die milchig türkisgrüne Farbe erhält er durch die Reflexion des Gletscherabriebs. Ein beeindruckendes Naturspektakel auf 1.884 Metern Seehöhe, welches vom so genannten Rockpile, einer Felsformation am linken Ufer noch eindrucksvoller ist. Kleine Aussichtsplattformen geben den Blick auf den surreal wirkenden See frei. Gestört wird man hier nur von eifrig herum kraxelnden Touristen, auf der Suche nach dem besten Motiv, und den frechen Streifenhörnchen, welche sich bis auf wenige Meter an die Menschen herantrauen. Wie an so ziemlich jedem See in Kanada kann man auch hier Ruderboote mieten, zudem führen verschiedene Touren in die umliegenden Berge.

Moraine Lake | © individualiciousMoraine Lake | © individualicious  Moraine Lake | © individualiciousMoraine Lake | © individualiciousMoraine Lake | © individualicious

Tag 3
Über den Icefields Parkway nach Jasper

Bow Summit · Peyto Lake · Columbia Icefield · Sunwapta & Athabasca Falls

Einen vollen Tag haben wir für die Fahrt von Field nach Jasper eingeplant. Immerhin gilt der Icefields Parkway mit einer Länge von 230 km als eine der schönsten Straßenabschnitte der Welt, gesäumt von zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Nach einem ersten kurzen Stopp am Bow Lake, der in den Morgenstunden noch wolkenverhangen und wenig beeindruckend ist, zählt der Bow Summit als erstes Highlight des Tages. Auf rund 2.088 Metern Seehöhe erreicht der Parkway hier seinen höchsten Punkt. Vom Parkplatz führt ein kurzer, aber steiler Trail in rund zwanzig Minuten zu einer Aussichtsplattform. Hier offenbart sich ein Panorama, das eindrucksvoller nicht sein könnte. Am Fuße des Passes liegt der Peyto Lake, dessen Farbe so dermaßen milchig und türkisgrün schimmert, dass sie beinahe unwirklich erscheint. Wir haben Glück, wie wir wenige Minuten nach Ankunft erfahren. Ein Tourguide erklärt wenige Meter neben uns einer Touristengruppe, dass die Farbe des Peyto Lake, wie wir sie gerade sehen können, nur etwa zwei Wochen im Jahr derart ungewöhnlich stark ist und mit den Zuflüssen von den umliegenden Gletschern zusammenhängt.

Bow Lake | © individualicious  Bow Lake | © individualiciousPeyto Lake | © individualiciousPeyto Lake | © individualicious  Peyto Lake | © individualicious

Nach einer weiteren kurzen Pause am Saskatchewan River Crossing, wo drei Flüsse aufeinandertreffen, ist unser nächster Stopp bereits am Columbia Icefield. Jenem Ort, dem der Icefields Parkway seinen Namen verdankt. Das Columbia Eisfeld gilt mit 325km² als eines der größten Eisfelder südlich des Polarkreises. Acht große Gletscher sind hier zu finden, darunter der Athabasca Glacier, welcher vom Columbia Icefield besonders gut zu sehen ist. Hier finden auch geführte Touren auf den Gletscher statt, Tickets für den berühmten Glacier Skywalk sind hier ebenfalls erhältlich. Wir entscheiden uns aufgrund der Kosten jedoch dagegen und verbringen stattdessen wenige Kilometer weiter unsere Mittagspause an einem Picknickplatz mit Blick auf den Gletscher. Im Columbia Icefield befinden sich übrigens auch einige der höchsten Berge der kanadischen Rocky Mountains.

Columbia Icefield | © individualiciousColumbia Icefield | © individualicious  Columbia Icefield | © individualiciousColumbia Icefield | © individualicious

Nur wenige Kilometer vor Jasper liegen mit den Sunwapta und den Athabasca Falls noch zwei weitere beeindruckende Wasserfälle entlang des Icefields Parkway. In zwei Stufen stürzt der Sunwapta Falls rund 23 Meter in die Tiefe. Noch imposanter ist der ebenfalls 23 Meter hohe Athabasca Falls, der durch eine enge Schlucht in die Tiefe stürzt. Spätnachmittags treffen wir in Jasper ein und beziehen unsere Unterkunft mitten im Ort. Da es aufgrund des schönen Wetters zu schade ist, die letzten Sonnenstrahlen des Tages nicht zu nützen, entscheiden wir uns kurzerhand für ein Abendessen am See. Im Supermarkt versorgen wir uns mit Sushi, Salat und Craft Beer und fahren an den Pyramid Lake, nur wenige Autominuten vom Zentrum entfernt.

Sunwapta Falls | © individualicious  Athabasca Falls | © individualiciousPyramid Lake | © individualiciousPyramid Lake | © individualicious

Tag 4
Jasper National Park

Maligne Canyon · Medicine Lake · Maligne Lake

Der nächste Tag steht voll und ganz im Zeichen des Maligne Valley. Rund 40 Kilometer ist das Tal lang und führt vorbei am Maligne Outlook, mit Blick über das Athabasca Tal bis nach Jasper, und dem Maligne Canyon, einer kleinen Schlucht die gerade in den Morgenstunden einen Besuch wert ist. Wir nutzen zwar die Gelegenheit und stoppen an beiden Punkten, steuern dann aber auf direktem Weg den Maligne Lake an. Auf Höhe des Medicine Lake wird schnell ersichtlich, was 2015 über die Nachrichten nach Europa kam: Verheerende Waldbrände zerstörten einen großen Teil Westkanadas, besonders betroffen sind Wälder im Maligne Valley. Trostlos und ausgestorben sieht die Landschaft hier aus. Da passt es förmlich zum Bild, dass der Medicine Lake nur wenig Wasser hat. Kein Wunder, trocknet dieser doch regelmäßig aus und füllt sich durch unterirdische Zuflüsse wieder auf.

Maligne Canyon | © individualiciousMaligne Canyon | © individualicious  Maligne Canyon | © individualiciousMedicine Lake | © individualiciousMaligne Valley | © individualicious

Der Maligne Lake ist ein beliebtes Ausflugsziel und gilt als der zweitgrößte, von einem Gletscher gespeiste See weltweit. Er ist immerhin so groß, dass Ausflugsschiffe mehrmals tägliche eine Tour anbieten. Ob ein gemütlicher Spaziergang am Ufer, ein Picknick in der Wiese, eine Fahrt mit einem Ausflugsschiff, eine Kanutour oder eine Wanderung in die umliegenden Berge – die Möglichkeiten sind vielfältig, so dass der See bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt ist. Tourentipps gibt etwa der (kostenlose) Jasper National Park – Visitor Guide. Wir starten unsere Tour am Maligne Lake Boat House und müssen bereits nach wenigen Metern feststellen, dass der beliebte Mary Schäffer Loop aufgrund von Instandhaltungsarbeiten derzeit gesperrt ist. Schade! Also geht es kurzerhand in die andere Richtung weiter und wir entscheiden uns für eine Tour auf die Bald Hills. Zwar gehen wir nicht den kompletten Rundweg, der uns mit 11,5km für diesen Tag zu lange ist. Doch immerhin kommen wir nach etwa 1,5 Stunden zum Lookout, von wo aus wir einen tollen Blick auf den Maligne Lake und das Maligne Valley haben. Über den gemütlichen Steig geht es bergab über den selben Weg. Wieder am See angekommen, strecken wir die Füße in den eiskalten See und stärken uns mit unserem mitgebrachten Mittagessen und einem Kaffee aus dem Visitor Centre.

Maligne Lake | © individualiciousMaligne Lake | © individualicious  Maligne Lake | © individualiciousMaligne Lake | © individualiciousBald Hills | © individualiciousBald Hills | © individualicious  Bald Hills | © individualiciousBald Hills | © individualicious

Ein großartiger Tag im Jasper National Park, der unerwartet gleich nochmals einen Ticken besser wird, als wir wenige Kilometer vom See entfernt zwei Schwarzbären im Gebüsch neben der Straße entdecken. Dem noch nicht genug, werden wir wenige Minuten später erneut Zeuge eines Bären am Straßenrand. Absolutes Highlight ist jedoch, als wir erneut ein paar Kilometer weiter anhalten müssen, da vor uns sämtliche Autos auf der Straße zum Stillstand gekommen sind. Der Grund: ein weiterer Schwarzbär, der sich wohl auf Essenssuche bis an die Straße verirrt hat und nun direkt vor unserer Motorhaube über den Asphalt spaziert. Ein beeindruckendes Erlebnis, welches den Tag eigentlich nicht mehr besser machen kann.

Maligne Valley | © individualicious

Da es noch nicht allzu spät ist, als wir aus dem Maligne Valley rausfahren und die Temperaturen sommerlich warm sind, entscheiden wir uns spontan für einen Abstecher an den Lake Edith. Dieser und der Lake Annette liegen nur wenige Autominuten nördlich von Jasper und sind durch die kleinen Strandabschnitte die idealen Seen zum Baden. Zwar ist das Wasser noch einigermaßen frisch, dennoch ist die nasse Abkühlung der perfekte Tagesausklang, bevor es im Zentrum von Jasper zum Abendessen geht.

Edith Lake | © individualicious

Übernachten

Yoho National Park
Truffle Pigs Bistro & Lodge

Einfache, aber saubere Unterkunft in Field mit nur wenigen Zimmern. Doppelbetten, Kühlschrank, TV, WLAN. Frühstück wird im zugehörigen Bistro serviert und ist nicht im Zimmerpreis enthalten. Zum Abendessen (durchaus empfehlenswert) sind gut und gerne alle Tische belegt – früh dran sein oder eine Stunde vor Küchenschluss sind die besten Chancen auf einen freien Tisch.

Jasper National Park
Bear Hill Lodge

Gut gelegene Unterkunft mit normalen Zimmern oder freistehenden Holzhütten in Jasper. Doppelbett, Kühlschrank, TV, WLAN. Frühstück ist bei entsprechender Buchung im Zimmerpreis enthalten, serviert werden viele hausgemachte Süßspeisen. Restaurants, Supermarkt und Tankstellen sind in fußläufiger Nähe zur Unterkunft.

Gut zu wissen

Der Eintritt in die Nationalparks wird direkt an den Mauthäuschen an der Einfahrt zum Banff bzw. Jasper National Park eingehoben. Bezahlt wird pro Person und Tag ($ 9.80), Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren sind frei. Wer nicht weiß, dass im Banff National Park auch die Gebühr für den Jasper National Park mitbezahlt werden kann oder spontan den Aufenthalt verlängert, hat etwa im Columbia Icefield Discovery Centre die Möglichkeit die Gebühr zu zahlen. Zum Campen und Angeln ist an ausgewiesenen Orten nochmals eine Gebühr zu entrichten. Ausführliche Informationen zu den Gebühren sowie allerlei Wissenswertes ist auf der Website von Parks Canada zu finden.

Kanadas Nationalparks sind reich an Wildtieren. Egal ob Bären, Wölfe, Elche oder Vögel – wichtig ist der richtige und respektvolle Umgang mit der Natur. Wie bereits in meinem Übersichtsartikel geschrieben, ist es ratsam sich bereits vor Reiseantritt über mögliche Gefahrenquellen und die richtigen Verhaltensweisen zu informieren. Parks Canada bietet wissenswerte Fakten auf der Website, auch die kostenlosen Visitor Guides enthalten umfassende Infos. Tagesaktuelle Warnungen/Sichtungen sind gut ersichtlich an den Wegen angebracht. Generell gilt: Sich als Mensch bemerkbar machen, miteinander reden, möglichst in Kleingruppen von mind. 4 Personen wandern oder gut besuchte Trails wandern und Wege nicht verlassen. Wir waren weder mit Bärenglocke noch Bärenspray ausgestattet, hatten aber zumindest eine Pfeife am Rucksack, mit welcher wir immer wieder Laute von uns gaben, wenn wir längere Zeit auf keine anderen Wanderer trafen.

Parks Canada | © individualicious  Parks Canada | © individualicious

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