Nürnberg liegt im Bundesland Bayern und ist die zweitgrößte Stadt Bayerns. Nürnberg ist vor allem für den Nürnberger Christkindlesmarkt weltweit bekannt und beliebt. Zeitraum der Reise: Dezember 2013.

Die Anreise nach Nürnberg erfolgt über den Flughafen Nürnberg oder aus vielen Städten Deutschlands und Österreichs in kurzer Zeit per Bahn.

Hotel Drei Raben
Königstraße 63
90402 Nürnberg, Deutschland
www.hoteldreiraben.de

Vielen Dank an die Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg, welche diese Reise unterstützt hat. Die in diesem Artikel wiedergegebene Meinung beruht auf meinen eigenen Erfahrungen und Eindrücken und wurde in keinster Weise beeinflusst.

Der Nürnberger Christkindlesmarkt zählt zu den beliebtesten und traditionellsten Weihnachtsmärkten. Touristen aus aller Welt reisen in den letzten Wochen vor Weihnachten in die zweitgrößte Stadt Bayerns, um weihnachtliches Ambiente und kulinarische Spezialitäten wie etwa Nürnberger Lebkuchen oder 3 im Weggla zu genießen. Doch Nürnberg ist nicht nur wegen und nicht nur während der Weihnachtszeit einen Besuch wert.

Als Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung bietet sich die mittelalterliche Kaiserburg an. Erhoben über der Stadt offenbart sie nicht nur ein tolles Panorama weit über die Stadtgrenzen hinaus, das Kaiserburgmuseum bietet zudem Einblick in das einstige Leben auf der Burg. Wer den Aufstieg auf den Sinwellturm hinter sich gebracht hat, wird sogar mit einem 360° Panorama belohnt.

Der Weg zurück in die Stadt führt über die Albrecht-Dürer-Straße, vorbei an Dürer’s Hase und am Albrecht-Dürer-Haus, zur Weißgerbergasse. Hier finden sich typische Fachwerkshäuser aneinandergereiht. Mehr als zwanzig der historischen Häuser haben den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden, ein Spaziergang bringt mittelalterliches Flair mit sich. Über den geschichtsträchtigen Weinstadel, Henkersteg und Henkerturm geht es weiter in Richtung Pegnitz. Der auf einer kleinen Pegnitzinsel gelegene Nürnberger Trödelmarkt, einst ein Säumarkt im Mittelalter, ist heute ein Shoppingtipp fernab der üblichen Handelsketten.

Nürnberg | © individualiciousNürnberg | © individualiciousNürnberg | © individualicious  Nürnberg | © individualicious

Auch bei Schlechtwetter hat Nürnberg für jeden das passende Angebot – einer Vielzahl an Museen und Gedenkstätten sei Dank. Vom Spielzeugmuseum für Klein und Groß und dem Germanischen Nationalmuseum über dem DB Museum und den Lochgefängnissen bis hin zum Museum für Kommunikation oder dem Dürerhaus sollte für jeden das Richtige dabei sein.

Highlight der Stadtbesichtigung ist für mich jedoch der Handwerkerhof am Frauentorturm nahe des Bahnhofs. Traditionelle Handwerkskunst wird im Handwerkerhof groß geschrieben. Hier am Gelände arbeiten Lebküchner, Glasmaler, Töpferer, Zienngießer, Holzbrandmaler und Goldschmieden Tür an Tür, um beinahe täglich Unikate traditioneller Handwerkskunst zu verkaufen. Das Angebot ist vielfältig, von Blechspielzeug über Holzspielzeug und edlem Schmuck bis hin zu Kunsthandwerk wird hier einiges geboten.

Nur wenige Meter vom Handwerkerhof entfernt befindet sich das Künstlerhaus. Hier findet in der Weihnachtszeit der WinterKiosk, ein Markt für nachhaltige Geschenke statt. Rund 100 Aussteller, junge Designer und Kreative, bieten auf mehreren Ebenen und in verschiedenen Sälen ihre handgefertigten Produkte zum Kauf an. Von Papierwaren über Schmuck bis hin zu Interior-Accessoires lassen sich hier ausgefallene und individuelle Geschenke finden. Das Pendant, der SommerKiosk, findet übrigens im Juni in einem Park statt.

Christkindlesmarkt Nürnberg | © individualiciousChristkindlesmarkt Nürnberg | © individualiciousChristkindlesmarkt Nürnberg | © individualicious

Nürnberg hinkt zwar im Vergleich zu Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München etwas hinterher, dennoch finden sich für Verfechter von individuellen Läden und einzigartigen Produkten – wie mich – ausreichend Shopping-Möglichkeiten in und außerhalb der Altstadt. Vor allem im Burgviertel lohnt es sich, die Hauptwege zu verlassen und die kleinen Gassen zu entdecken. Neben Modeläden wie etwas „Bohne & Kleid“ gibt es für Kulinarik-Fans beispielsweise das kürzlich eröffnete cookionista. Aber auch andere Läden im Viertel haben wahre Fundstücke im Sortiment.

Außerhalb der Stadtmauern lohnt sich vor allem ein Abstecher in das derzeit angesagte Viertel Gostenhof, auch GoHo genannt. So wurde etwa nicht nur Anita bei Fachmarie in der Fürther Straße fündig, ich selbst verpasste zwar leider die Ladenöffnungszeiten, kam dank des WinterKiosks dann aber doch noch in den Genuss, das Sortiment in Auszügen kennen zu lernen. Tipp: Der  Gostenhof-Guide inGoHo hat ständig aktuelle Tipps zum Ausgehen, Shoppen sowie rund um kulturelle Veranstaltungen im Viertel. Besonders reizvoll finde ich hier die regelmäßig stattfindenden Hinterhof-Flohmärkte. Diese Hof-Flohmärkte werden von den Anwohnern selbst organisiert und finden in den Höfen oder auf privaten Flächen statt, markiert sind die „Open-Air Shops“ durch bunte Luftballons an den Häuserfassaden.

Und kulinarisch? Auch hier hat Nürnberg neben den allseits bekannten Nürnberger Rostbratwürsten noch mehr zu bieten. Keine 24 Stunden in der Stadt, hat sich innerhalb kürzester Zeit das am Trödelmarkt gelegene Café Di Simo zu meinem Favoriten entwickelt. Keine zwanzig Leute haben hier Platz, das Café hat eine kleine aber feine Auswahl an Getränken, Kuchen und Torten und punktet vor allem durch den unglaublich gemütlichen Charme, welchen allen voran die Fensterplätze ausstrahlen. Hier lässt es sich gut frühstücken, tagsüber einen Kaffee trinken oder abends bei einem Glas Wein gemütlich zusammensitzen.

Abseits der typischen Touristenpfade lohnt sich auch abends ein Spaziergang nach GoHo. Beinahe Tür an Tür liegen etwa der Salon Regina sowie Hot Tacos. Ersterer bietet nicht nur Wohnzimmer-Atmosphäre und eine kleine, aber feine Karte. Nein, über dem Salon Regina liegt zudem ein Gastzimmer, welches zu einem Aufenthalt während eines Nürnberg-Besuchs einlädt. Zweiteres ist eine gute Wahl für frisch zubereitete Tacos, Burritos oder Quesadillas zu einem mehr als fairen Preis. Das Ambiente ist äußerst gemütlich, gerne bleibt man hier etwas länger sitzen.

Wie man sich bettet, so liegt man. Wie wahr! Spaziert man vom Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt, erhält man jedenfalls relativ schnell den Eindruck, dass es in Nürnberg von Hotels nur so wimmelt. Und doch ist es gerade in der Weihnachtszeit nicht einfach, ein freies Zimmer zu ergattern. Neben dem bereits erwähnten Gastzimmer Regina sind etwa das Hotel 3 Raben oder die Jugendherberge Kaiserstallung lokale Tipps für eine Unterkunft. Sollte es hier mangels Verfügbarkeiten nicht klappen, sind immerhin die bekannten Hotel-Ketten Motel One oder Holiday Inn eine durchaus akzeptable Alternative.

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