The George Hotel
Barcastraße 3
22087 Hamburg, Germany
www.thegeorge-hotel.de

Britische Tradition mit einem modernen Touch und interkulturelle Einflüsse aus Kolonialtagen. Wo der bunte Stadtteil St. Georg und das Naherholungsgebiet der Außenalster aufeinander treffen, begrüßen The George mit zurückhaltender Eleganz und das DaCaio Restaurant mit italienischer Herzlichkeit.“ So lautet zumindest die hoteleigene Beschreibung des The George Hotel im (gleichnamigen) Hamburger Stadtteil St. Georg. Gut gelegen an der Alster, nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt, ausgestattet mit eleganten Zimmern, Restaurant- und Spa-Bereich sowie einer eigenen Dachterrasse lockte mich das The George vor wenigen Wochen, um mich selbst vom Konzept zu überzeugen.

Die 125 Zimmer und Suiten in Size S und M bzw. Junior Suite oder Suite haben zwar zugegeben stolze Preise – der Aufenthalt im Einzelzimmer beginnt bei € 145,- – dennoch war es das Wochenende wert. Schon der Empfangsbereich erinnert an britischen Chic, die Rezeption und das direkt angrenzende Restaurant sowie die Bar sind wie auch die Zimmer in dunklen Farben gehalten. Dennoch wirkt das Zimmer beim Betreten alles andere als düster, im Gegenteil – ein wohlig heimeliges Gefühl breitet sich aus, Gemütlichkeit und Entschleunigung sollen die weiteren Stichworte der nächsten Tage sein. Überraschend: das Zimmer in Size M verfügt sogar über einen kleinen Balkon in Innenhoflage, von dem aus man nachmittags bei einem kurzen Stopp zum Erholen die Sonne genießen kann. Weniger erfreulich ist hingegen der Geruch, der beim Beziehen des Zimmers sofort in die Nase steigt und der Aschenbecher am Arbeitstisch ist Beweis genug: in diesem Zimmer darf geraucht werden und dies hat man hier zu genüge getan. Nutzt alles nichts, Balkontüre auf und dafür sorgen, dass der Geruch nach draußen zieht.

Das Zimmer selbst ist geräumig und gut ausgestattet. Trotz eines großzügigen Doppelbetts, eines kleinen, aber ausreichenden Arbeitsplatzes sowie gemütlichem Loungesessels ist noch jede Menge Platz vorhanden, so dass selbst zwei Koffer nicht im Weg stehen. Die Zimmer sind alle mit iHome, Flatscreen, Safe, Tee- und Kaffeekocher ausgetattet und auch die Minibar gibt tatsächlich Highlights wie etwa eine Strumpfhose für Notfälle, Hanteln zum fit bleiben (werden?) sowie eine Flasche Champagner her. Magazine und ein Buch über Hamburg runden das Angebot zum Schmökern ab. Wem diese Auswahl noch nicht genug ist, findet in der typisch britisch anmutenden Bibliothek jedoch noch weiteren Lesestoff.

Das The George ist zugleich Adresse für das Restaurant und die Bar DaCaio. In Letzterer lassen sich eine große Auswahl an alkoholischen und Soft-Drinks genießen, zudem werden hier tagsüber eine kleine, aber mehr als feine Auswahl an kalten oder warmen Snacks serviert. Das Restaurant wiederum ist frühmorgens Frühstücksraum. Für € 18,- pro Person kann man sich hier von einem mehr als reichhaltigen Buffett bedienen – Säfte, Heißgetränke so viele und welche man möchte, Eierspeisen, Pancakes, Marmeladen, frisches Obst und vieles mehr inkludiert. Und das Beste: samstags und sonntags frühstücken Langschläfer hier bis 13 Uhr. Der wohl größte Kritikpunkt am The George betrifft zugleich auch das Restaurant DaCaio. Die italienische Küche des Hauses scheint auch bei Einheimischen mehr als beliebt zu sein und so wird das DaCaio gerne für Gesellschaften gemietet. Dies wiederum bedeutet für Hotelgäste: Bitte draußen bleiben. Und so passierte es uns leider, dass wir trotz eines dreitägigen Hotelaufenthaltes keine Gelegenheit hatten, das DaCaio zu testen, da an beiden Abenden eine geschlossene Gesellschaft die italienische Küche genießen durfte. Schade und definitiv ein Umstand, der einstweilen bei mir einen negativen Eindruck vermittelte. Nicht zuletzt dadurch, da am zweiten Abend nicht nur das Restaurant, sondern auch die Bar von der Gesellschaft eingenommen und somit nicht mal mehr ein Absacker an der Hotelbar drin war.

Eine Hochzeit am ersten Abend war mitunter auch der Grund, weshalb die hauseigene Dachterrassen-Bar mehr als gut besucht war. Kein Wunder, bei strahlendem Sonnenschein und wohlig warmen Temperaturen, für die Hamburg ja nun nicht gerade bekannt ist, genießt man in der Campari-Bar leckere Cocktails bei einem wirklich tollen Ausblick auf die Segler auf der Außenalster. Definitiv einen Besuch der 7. Etage wert. Nur einen Stock darunter befindet sich der Spa-Bereich des The George. Zwar blieb während meines Aufenthalts keine Zeit für einen Besuch der „Wohlfühloase im Marrakesch-Style“, wie man auf der Hotel-Website verspricht, doch gerade im Winter stelle ich mir das Angebot von Sauna und Ruhe-Lounge mit teilweiser Dachterrasse sowie einem breiten Angebot an Kosmetik- und Massage-Behandlungen durchaus angenehm vor.

Fazit. Das The George Hotel an der Außenalster ist nicht zuletzt durch die zentrale Lage ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch der Hansestadt. In unmittelbarer Fußnähe liegen sowohl der Hauptbahnhof, die Alster als auch die Lange Reihe, zuhause von zahlreichen Bars, Restaurants und kleinen Läden. Die Zimmer selbst sind – bis auf den ersten Geruch nach Rauch – eine echte Wohlfühloase, in denen man gut entschleunigen kann und gerne mal eine längere Pause im Hotel einlegt. Das Konzept und Design des Hotels ist stimmig, einzig der nicht-realisierbare Besuch des Hotel-Restaurants trübt den überaus positiven Eindruck ein wenig.

The George Hamburg | © individualiciousThe George Hamburg | © individualiciousThe George Hamburg | © individualicious  The George Hamburg | © individualiciousThe George Hamburg | © individualicious

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