Gletscher, Wasserfälle, Bären, Geysire, Vulkane, Millionenstädte, Fjorde, Strände, endlose Highways und serpentinenförmige Küstenstraßen – es ist eine schier endlose Anzahl von Landschaftsbildern und Naturschauspielen, welche ich auf meinen Roadtrips in den letzten Jahren erlebte. Die Faszination an Roadtrips? Die Art des Reisens. Einfach ins Auto steigen, die Spotify-Playlist mit dem Autoradio koppeln, losfahren und dort anhalten, wo man gerade möchte. Kilometer für Kilometer, Tag für Tag in neue Landschaften und Regionen eintauchen.

Roadtrips im Rückspiegel

3.000 Kilometer auf Islands Ringstraße, vorbei an Canyons, Gletscherlagunen, Geysiren, Wasserfällen und Vulkanen. Die Sichtung von Puffins und Walen. Landschaften, die sich im einen Moment wie eine karge Mondlandschaft anfühlt, um nur wenige Kilometer weiter wieder völlig konträr auszusehen. Der Roadtrip durch Island im Jahr 2016 war landschaftlich das große Roadtrip-Highlight der letzten Jahre.

Und auch Kanada hatte seinen ganz besonderen Reiz. Eine Woche zwischen Montréal und Toronto durch den Osten Kanadas, gefolgt von zwei Wochen im Westen. Einmal quer durch den Banff und Jasper National Park. Bären, Wasserfälle, surreale Bergseen und tausend Eindrücke inklusive. Dazwischen immer wieder kilometerlange, endlos wirkende Landstraßen quer durch das Land. Nach Island einer der Roadtrips schlechthin.

Roadtrips im Rückspiegel | © individualicious

Aber auch „kleinere“ Roadtrips haben und hatten immer wieder ihren Reiz. Zwei Wochen lang durch einsame Landschaften in Schweden. In sieben Tagen quer durch Montenegro, ein noch vielfach unterschätzes Land am Balkan. In zehn Tagen rund um die süditalienisches Insel Sizilien. Und in gerade mal 48 Stunden auf Spuren der schottischen Isle of Skye. Zwar mögen es die „großen“ Roadtrips sein, die für eindrucksvolle Geschichten und tausende von Bildern sorgen. Doch es müssen nicht immer zwei oder drei Wochen auf der Straße sein, um Neues zu erleben. Selbst in 24 oder 48 Stunden lassen sich viele Sehenswürdigkeiten und Highlights entdecken. Warum also nicht Freitagnachmittag die Reisetasche und eine reisefreudige Begleitung ins Auto packen und sehen, wie weit man in 48 Stunden kommt?

Ab auf die Straße

Wenig verwunderlich also, dass mir auch für 2019 bereits erste Ideen für den ein oder anderen Roadtrip durch den Kopf geistern. Nach europäischen Klassikern und dem kanadischen Traum in diesem Jahr, zieht es mich gedanklich einerseits in das mir noch unbekannte Osteuropa, andererseits in Bergwelten, die quasi vor der Haustüre liegen.

  • Slowenien. Durch das Berg- und Hügelland der slowenischen Alpen, zum Bleder See, durch das Soča Tal, bis zur Küstenstadt Piran und natürlich nach Ljubljana.
  • Georgien. Entlang der Bergdörfer im Kaukasus bis hin zu den Stränden am Schwarzen Meer, mit einem Abstecher in die Hauptstadt Tiflis.
  • Dolomiten. Spektakuläre Berge soweit das Auge reicht. Nicht umsonst zählen die Berge und Täler, die sich auf fünf italienische Provinzen verteilen, zum UNESCO Weltnaturerbe.

Buchtipp

Eine Inspirationsquelle für weitere mögliche Roadtrips 2019 ist das erst kürzlich erschienene Reisebuch „Legendäre Roadtrips – Die ultimativen Strecken für Reisen auf vier Rädern“ (*). Klassische Strecken wie die berühmte Route 66 oder Islands Ringstraße sind ebenso dabei wie abenteuerliche Strecken in Vietnam, Südafrika oder Australien. Die Routen reichen von Tagesausflügen über Wochenendtouren bis hin zu mehrtägigen Touren.

Insgesamt 50 Roadtrips auf fünf Kontinenten sorgen auf je vier Seiten für ausreichend Inspiration, um sofort den Koffer packen und losfahren zu wollen. Jede Route enthält besondere Tipps entlang der Strecke sowie allgemeine Informationen zur Anreise, Länge, Reisezeit, Unterkünften und Restaurants. Darüber hinaus werden nach jeder Tour drei ähnliche Roadtrips vorgestellt, die thematisch, landschaftlich oder geographisch ähnlich spektakulär sind.

Lonely Planet - Legendäre Roadtrips | © individualicious
Lonely Planet - Legendäre Roadtrips | © individualicious    Lonely Planet - Legendäre Roadtrips | © individualicious

Für meinen Geschmack dürften sich die Empfehlungen in Europa weniger auf die klassischen Ziele konzentrieren und Skandinavien und den Balkan berücksichtigen, doch das Buch deckt dennoch eine Fülle von spannenden Zielen ab. Und auch wenn viele der Strecken in Europa keine Neuentdeckungen mehr sind, ist doch der ein oder andere Tipp dabei, der es rasch auf meine Wunschliste schaffen kann. Wie etwa der 1.000 Kilometer lange Roadtrip durch die Picos de Europa, den Norden Spaniens.

Lonely Planet
Legendäre Roadtrips
Die ultimativen Strecken für Reisen auf vier Rädern
1. Auflage 2018
328 Seiten
ISBN-Nr. 3829726805

Lonely Planet - Legendäre Roadtrips | © individualicious

Bleibt die Frage – wohin als nächtes?

(*) Unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar


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