Steht das Ziel erstmal fest, beginnt eine der spannendsten Reisevorbereitungen: die Suche nach einer Unterkunft. Wenngleich es sich doch „nur“ um ein Bett zum Schlafen handelt, trägt das Hotel dennoch maßgeblich zum Urlaubserlebnis bei. Es macht eben einen Unterschied, ob man das Zimmer nach dem Check-In am liebsten sofort wieder verlässt oder ob man sich so wohl fühlt, dass man gerne erstmal in Ruhe ankommt und sich auch untertags für eine Stunde zurückzieht, um sich zu erholen. In den letzten Jahren habe ich vor allem auf meinen Reisen in den Süden besondere Unterkünfte gefunden, die durch Konzept, Design und Ambiente eine Empfehlung mehr als wert sind. Sehe ich mir meine Bucket List an, so schaffen es vor allem Adressen in Italien, Griechenland und Portugal auf meine Wunschliste. Und auch meine heutigen Empfehlungen für schöne Hotels für den Sommerurlaub führen in ebendiese Länder.

Hotels für den Sommerurlaub | © individualicious

CASA COOK
Rhodos . Griechenland

Würde mich jemand nach meinem liebsten Hotel im Süden fragen, so würde meine Antwort ziemlich eindeutig ausfallen. Das Casa Cook hat einfach alles, was es für den Sommerurlaub braucht. Eine gute Lage in Strandnähe und dennoch rückgezogen und fernab des Trubels. Eine entspannte Atmosphäre, die es einem innerhalb kurzer Zeit nach Ankunft ermöglicht, völlig abzuschalten. Ein ansprechend-modernes Design, das den Bogen zur Gemütlichkeit perfekt spannt. Und eine Küche, die es schafft, nicht nur zum Frühstück sondern selbst bei Halbpension ein täglich wechselndes 6-Gänge-Menü auf die Teller zu zaubern, bei dem sowohl Regionalität als auch Abwechslung groß geschrieben werden. Das gewisse Etwas? Die Zimmer, welche über einen direkten Poolzugang und eine kleine, private Terrasse verfügen.

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CASA MÃE
Lagos . Portugal

Noch bevor man im casa mãe das Zimmer bezieht, wird man – je nach Ankunftszeit – mit Smoothie oder einem Glas Wein begrüßt. Womit es nur wenige Augenblicke dauert bis sich der Urlaubsmodus einstellt – selbst im Winter. Egal ob Gutshaus, Cabanas oder modernes Hotelgebäude: Die Zimmer sind alle minimalistisch und dennoch geschmackvoll eingerichtet, verfügen großteils über einen Balkon oder eine Terrasse. Die Lage mitten im Zentrum von Lagos ist gut, der nächste Strand fußläufig zu erreichen. Serviert wird portugiesische Küche, je nach Saison und vieles aus eigenem Anbau oder von lokalen Bauern. Das Frühstück ist ein Muss, kann Tapas-like aus vielen verschiedenen Kleinigkeiten zusammengestellt werden – und ist mitunter eines der besten Hotel-Frühstücks, die ich je hatte. Das gewisse Etwas? Das freundliche Personal und die gechillte Atmosphäre.

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TRULLI LA MACINA
Apulien . Italien

Landestypischer kann man in Apulien nicht wohnen. Das Trulli La Macina besteht aus zwei Wohneinheiten: dem Trulli, einem steinernen Rundhaus, und dem Lamia, einem traditionell apulischem Häuschen. Das Anwesen aus dem 19. Jahrhundert wurde in liebevoller Arbeit saniert und modernisiert und wird heute von Gastgeber Enzo mit großer Leidenschaft geführt. Die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet und lassen keine Wünsche offen, wobei der Außenbereich nicht minder einladend ist. Der Pool ist umgeben von eigens angebauten Olivenbäumen, Feigenkakteen, Pfefferoni- und Tomatenstauden, deren Ernte gerne auch mal zum Frühstück auf den Tisch kommt. Dieses wiederum wird an der offenen Küche unter der Pergola von Enzo höchstpersönlich zubereitet und serviert, der das Frühstück mit persönlichen Ausflugstipps und Anekdoten bereichert. Mitten im Valle d’Itria gelegen, ist die Unterkunft ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die weißen Dörfer oder an den Strand. Das gewisse Etwas? Die landestypische Architektur und der italienische Gastgeber par excellence.

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SAN GIORGIO MYKONOS
Mykonos . Griechenland

Wäre da nicht meine Rhodos-Reise im vergangenen Jahr, würde das San Giorgio Mykonos wohl immer noch die Liste meiner liebsten Hotels anführen. Direkt an der Felsküste gelegen, punktet das Hotel mit seinem „bohemian chic“. Einfaches, kykladisches Design und natürliche Materialien ergeben eine Wohlfühlatmosphäre nicht nur in den Zimmern, sondern am gesamten Areal. Zwar fällt es schwer die Hängematte am Zimmer mit Blick aufs Meer zu verlassen, doch der Poolbereich samt Restaurant und Bar ist definitiv ein Muss. Die Küche ist überwiegend regional, bio und vegetarisch, das Greek Yoghurt Parfait zum Frühstück ein absoluter Traum. Die nahegelegenen Sandstrände sind fußläufig zu erreichen, zum Hotel selbst gehört ein kleiner Holzsteg für die schnelle Abkühlung. Das gewisse Etwas? Das schlüssige Konzept, welches dafür sorgt, dass man das San Giorgio eigentlich nicht wirklich verlassen möchte.

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MALATESTA MAISON
Marken . Italien

Mitten in der hügeligen Landschaft der italienischen Region Marken gelegen, befindet sich das Malatesta Maison. Zwar wandelte sich dies seit meinem Aufenthalt von einem B&B zu einem exklusiven Villa-Rental, doch mit Familien oder Freunden im Gepäck ist das Anwesen immer noch ein empfehlenswerter Tipp. Seinen Ursprung hat das Malatesta Maison im 15. Jahrhundert, nach Übernahme durch Claudia und Carlos wurde es liebevoll restauriert und zu einem stilvollen Ferienhaus umgebaut. Mit mehreren Zimmern, einem Wohn-Essbereich, einer Spa-Landschaft mit Sauna, Hamman und Whirlpool sowie mittlerweile einem Außenpool ist das Haus der ideale Rückzugsort im Landesinneren. In gut einer Stunde erreicht man außerdem das Meer. Das gewisse Etwas? Der einzigartige Panoramablick über die Hügellandschaft hinweg, welcher vor allem zu Sonnenauf- und untergang beeindruckt.

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Gleich wie meine Reiselust, verebbt wohl auch meine Leidenschaft für besondere Unterkünfte nicht so schnell. Und so hat noch das ein oder andere, teilweise bereits gebuchte, teilweise noch auf meiner Wunschliste wartende Hotel das Potenzial auf dieser Liste zu landen. In diesem Sinne: to be continued…

PS – Schon vor einiger Zeit habe ich hier am Blog verraten, auf welchen Plattformen ich gerne nach besonderen Unterkünften suche. Die Liste ist auch heute noch gültig.

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