Sylt ist eine Insel in Norddeutschland. Dort gibt es ganz viel Strand und die berühmte Sansibar. Viel mehr weiß man als unbedarfte Person nicht über diesen Ort, der auch ein bisschen ein Mythos ist. Katharina und Vera von Eat Write Live haben sich auf den Tipp einer Freundin aufgemacht und dieses ferne Fleckchen aus Strand, Dünen und Heide erkundet. Und zwar per Rad. Daraus ist das Reisebuch Eat Bike Live entstanden, das – wie auch schon die zwei Vorgänger – die Lust am Reisen schüren soll, ohne bestimmend zu wirken. Der liebevoll gestaltete Guide gibt Empfehlungen ab, wie ein guter Freund, der es gut mit einem meint. Für die Recherche haben sich die zwei Österreicherinnen zwei E-Bikes ausgeborgt und damit jeden Zipfel der Insel erkundet. Somit ist auch dieses Wochenende wärmstens mit dem Sattel unterm Hintern zu empfehlen. Nicht nur die Umwelt, sondern auch die Fitness wird es einem danken. So rote Wangerln hat man selten.

Ein Gastbeitrag von Katharina Zimmermann

Katharina & Vera | © Marion Luttenberger
Katharina & Vera | © Marion Luttenberger

Freitag
Am besten reist man mit dem Zug an – drei Stunden sind es von Hamburg und die Fahrt ist schon ein Erlebnis, denn wenn man über den Hindenburgdamm auf die Insel fährt, wird man gleich vom Meer umarmt. „Schön, dass du wieder da bist“ – scheint es zu sagen. Weiter geht es durch die Friesenorte des Ostens: Keitum und Morsum mit ihren Reetdächern und Klöntüren. Bis man dann im hässlichen Westerland ankommt. Nicht schrecken! Hier wohnen die Bausünden, aber auch viele liebe Menschen.

Jetzt geht’s erstmal ins Twisters von Dirk auf ein fancy Getränk deiner Wahl und einen guten Burger, bevor es dann ins Hotel oder Appartement geht. Ist der Koffer erst abgestellt und die Gästekarte unter den Nagel gerissen, hält einen nichts mehr zurück: Der Strand und ein ausgedehnter Spaziergang in den Sonnenuntergang hinein ist das Ziel. Ob man dann noch einmal essen geht, etwa in die typische Jever Stube oder doch lieber gleich ins Appartement zum Ausschlafen, darf jeder selbst entscheiden.

Weststrand | © Eat Bike Live

Samstag
Rad ausborgen steht am Programm. Am besten bei Mietrad.de, die schauen dann auch gleich cool aus mit ihrem weißen Look und dem Sylt Logo. Katharina und Vera empfehlen E-Bikes, denn der Wind kommt immer von vorne. Ein bisschen Proviant bei der bevorzugten Bäckerei (wir empfehlen Abeling) einkaufen und los geht’s zur Morgenradlerei nach List in den Norden. Das lassen wir dann gleich mal rechts liegen, denn unser Ziel ist der Ellenbogen, er ist in Privatbesitz und so ziemlich das Nördlichste, was Deutschland zu bieten hat. Alles, was man am Weststrand liebt, gibt es hier noch einmal, nur in einsam. Und dann steht man am Punkt an dem sich die Nordsee und das Wattenmeer treffen und sieht die Strömungen, wie sie gefährlich miteinander flirten und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus.

Nach so viel Natur kann man sich jetzt stärken. Und zwar mit dem besten Salat der Insel bei „Voigt’s Backstube“ in List. Dazu wird jede Menge Herzlichkeit serviert und auch viele spezielle Pfannkuchen und andere Köstlichkeiten. Shoppen? Ja – bitte! Bei Boris von Dünenstrauß, bei Alexandro Pape mit seinem speziellen Nordseesalz oder im Paradise für Kleidung.

Dünenstrauß | © Eat Bike LiveGrande Plage | © Eat Bike Live

Jetzt ist der Kopf wieder frei für viel Input. Den holt man sich im Zentrum für Naturgewalten. Wettter, Klima, -forschung, Leben mit Naturgewalten und die Kräfte der Nordsee sind die Themenbereiche und man ist nach ein paar munteren Stunden im riesenhafte Museum wirklich schlauer. Zurück geht’s über die mondähnliche Dünenlandschaft nach Kampen, wo man beim Grand Plage ein Abendessen reserviert hat. (Sundowner inklusive!). Damit auch die Radlichter mal zum Einsatz kommen, radelt man das Stück bis Westerland im Dunkeln und kann sich danach je nach Stimmung für einen Cocktail in der Cohibar oder einen Kinobesuch entscheiden.

Friesenhaus | © Eat Bike Live

Sonntag
Der letzte Tag ist bereits angebrochen. Deswegen schwingt man sich gleich wieder aufs Rad und tritt Richtung Osten in die Pedale. Bis nach Morsum führt die Ausfahrt, wo man sich im Café Ingwerssen ein riesenhaftes Frühstück gönnt, zurück im Friesendorf Keitum lässt man das Rad mal stehen und erkundet Wattseite und Friesenhäuser per pedes. Geshoppt wird hier in der kleinen Töpferei „Kunststück – gedreht und gemalt“ oder im Kontorhaus Keitum. Zum Abschluss dann noch ein gutes Essen bei der Keitumer Küchenkate und nach einem kurzen Wink zum Weststrand in Westerland heißt es auch schon wieder: Bye, bye Sylt.

© Eat Bike Live

Für mehr Infos, Stimmung oder den etwas längeren Sylt Urlaub: Einfach Eat Bike Live bestellen und bei den beiden Mädls auf www.eatwritelive.com vorbeischauen. 

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Comment

18/05/2016
Oha, ich hab jetzt so richtig Lust auf Sylt bekommen, vor allem beim letzten der Samstagsbilder seh ich mich schon auf der Terrasse sitzen. Klasse Artikel, vielen Dank dafür! Liebe Grüße Jocy
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    Mela
    19/05/2016
    Oh ja, ich würd jetzt auch sehr gerne auf die Insel!
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19/05/2016
Sylt ist immer eine Reise wert :) Schön, dass ich euch Lust drauf machen konnte ^^
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    Mela
    19/05/2016
    Sieht ganz danach aus :)
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27/06/2016
Die deutschen Inseln an Nord- und Ostsee sind wirklich schön & absolute eine Reise wert. Auf Sylt war ich zwar noch nicht, dafür ist die Ostseeinsel Fehmarn fast meine zweite Heimat. Wenn bloß der dauernde Wind nicht wäre, der erschwert das radfahren so ungemein... ;-) Und tatsächlich, er kommt wirklich immer von vorne! Liebe Grüße Julia
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    Mela
    02/07/2016
    Ich hoffe ja inständig, dass ich es tatsächlich bald mal an die Nord- und/oder Ostsee schaffe!
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Eschb
28/06/2016
Ich liebe Sylt einfach und das zu nahezu jeder Jahreszeit. Ob Frühlingserwachen, Sommersonne oder raue Herbststürme - Sylt zeigt sich einfach immer von seiner besten Seite. Alleine die Häuschen sind einfach nur schnuckelig anzusehen. Du hast ganz tolle Bilder in deinem Beitrag - da bekommt man gleich wieder Lust auf Meer... Auch wenn es vielleicht noch ein bisschen sommerlicher werden könnte....
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    Mela
    02/07/2016
    Vielen Dank! ;)
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