Es brauchte nicht lange bis mich Zürich bei meinem letzten Aufenthalt wieder in seinen Bann gezogen hatte. Genauer gesagt war ich keine zwei Stunden in der Stadt und schon wieder völlig angetan von jenem Flair, welches mich immer und immer wieder um den kleinen Finger wickelt. Es ist wohl die Gemütlichkeit welche sich unter das Großstadtgefühl mischt. Kein Stress, keine Hektik. Das gewisse Etwas. Das, was auch andere Städte wie Wien haben könnten, aber nicht haben. Weil dort der Alltagstrubel Überhand nimmt und das Leben in den Straßen nicht mit jener Langsamkeit passiert, durch welche man Zürich erst so richtig einatmen kann.

Dieses Mal waren es keine 24 Stunden, die ich in Zürich war. Doch es war ein neuer Stadtteil, welchen ich bislang noch nicht am Radar hatte. Dieses Mal war es Zürich Seefeld. Kreis 8 – selbst eine eigene Website widmet sich diesem einen Stadtteil und rückt dessen Menschen, die Shops und die Gastroszene in den Mittelpunkt. Es sind die kleinen, individuellen Läden, die vielen Bars und Restaurants, kleine Boutique-Hotels und natürlich die direkte Lage am See was Seefeld erlebenswert macht. Ein (kurzer) Spaziergang durch Zürich Seefeld…

Ich starte am Lady’s First design hotel in der Mainauerstraße. Entgegen aller Erwartungen, wenn man den Namen so liest, dürfen hier auch Männer übernachten. Einzig der Wellnessbereich und die Dachterrasse sind den Frauen vorbehalten, wie man der Website entnehmen kann. Schade eigentlich, denn die kann sich so richtig sehen lassen und lädt über den Dächern von Zürich ein, die Sommersonne zu genießen. Aber auch der Rest des Hauses kann sich sehen lassen, vom prachtvollen Treppenhaus über die Zimmer, die zum Teil mit Echtolz-Parkett ausgestattet, geräumig und mit einem modernen Bad versehen sind. Vom Hotel sind es gerade mal zwei Minuten an das Seeufer. Von hier aus genießt man einen tollen Blick auf den Zürichsee und kann den Segelbooten beim ruhigen Gleiten über das Wasser zusehen. Etwas weiter die Seepromenade entlang, gibt es im Kiosk nicht nur ausgefallenes Mobiliar sondern guten Kaffee und ab mittags verlockende Gerichte.

Zürich Seefeld | © individualicious  Zürich Seefeld | © individualiciousZürich Seefeld | © individualiciousZürich Seefeld | © individualicious

Spaziert man von hier aus wieder in Richtung Innenstadt, kommt man nicht umhin am Seebad Utoquai einen Halt einzulegen und das über 120 Jahre alte Bad – zumindest von außen – näher zu betrachten. Schade, dass bei den sommerlichen Temperaturen keine Zeit für einen Besuch bleibt. Ich bin überzeugt, dass das Seebad von innen noch vielversprechender als von außen wäre.

Zürich Seefeld | © individualicious

Über die Kreuzstraße geht es zurück in Richtung Seefeldstraße. Doch nicht, ohne zuvor in der Dufourstraße einen kurzen Abstecher bei wonki ware einzulegen. Hier gibt es handgemachtes Geschirr und Tischwäsche aus Südafrika und die Versuchung ist groß, nicht jede Menge Franken loszuwerden. Denn an der Ecke Kreuzstraße / Brotgasse wartet bereits die nächste Verlockung. In der  The Shopping Destination haben sich gleich fünf tolle Läden unter einem Dach zusammen getan und bieten von Baby- und Kindersachen über antike Möbel im Vintagestil bis hin zu skandinavischer Mode so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Und im neu eröffneten Kafi Höfli im Innenhof der Shopping Destination lässt es sich dann auch gleich hervorragend stärken.

Zürich Seefeld | © individualiciousZürich Seefeld | © individualicious  Zürich Seefeld | © individualicious

Über die Seefeldstraße geht es dann zurück in Richtung Hotel – hier warten Shops wie die Concept Stores Monadicofrohsinn oder einzigart, der von weitem toll anzusehende Laden Blumenzauber, sowie zahlreiche tolle Cafés, Bars und Restaurants. Ja, selbst die Bäckerei sieht hier sehr einladend und individuell aus. Ist sie auch. Und auch wenn hier mein kleiner Spaziergang durch Zürich-Seefeld schon wieder endete, sei an dieser Stelle unbedingt auch noch die Fischstube erwähnt, welche nicht nur durch gutes Essen, sondern vor allem auch durch die direkte Lage am See und den chilligen Lounge-Charakter besticht. Ein kleines Stückchen weiter liegt die ebenfalls erwähnenswerte Mühle Tiefenbrunnen, wo es neben weiteren kleinen Shops auch die Blaue Ente gibt. Definitiv ein weiterer Restaurant-Tipp in Züricher Stadtteil Seefeld.

© einzigart© einzigartZürich Seefeld | © individualicious

Fotos einzigart: © einzigart

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31/08/2015
super dass es dir so gut gefallen hat! Das Seefeld ist wirklich sehr schön. Aber das nächste mal gibst du bescheid, dann gehen wir ein kaffee trinken. Ok? :)
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    Das merk ich mir! :)
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