Innsbruck: Schneefall, 3° Celsius
Grado: Sonnenschein, 15° Celsius

Nicht nur das Ziel vor, sondern auch das Wetter hinter mir waren vergangenen Freitag Grund genug, sich auf ein Wochenende in der italienischen Region Friuli Venezia Giulia zu freuen. War die Anreise zwar aufgrund des Schneefalls und der noch nicht vorhandenen Winterreifen kurzzeitig etwas in Gefahr geraten, lohnte sich die Fahrt bereits hinter dem Brenner. Nicht nur die Temperaturen kletterten langsam aber stetig in die Höhe, auch der Schnee wich herbstlichen Farben. Und so bot bereits die Fahrt durch das Puster- und Passeiertal genügend Abwechslung, so dass sich die rund 5-stündige Anreise bis zu unserem Ziel nicht zu langwierig gestaltete. Und spätestens bei der Stadteinfahrt nach Grado war der plötzliche Wintereinbruch in Tirol vergessen. Die gerade untergegangene Sonne tauchte die Lagune von Grado in einen warmen Farbton und bot einen wunderbaren Anblick auf den letzten Metern.

Grado selbst ist vor allem in der Vor- und Nachsaison ein absolut empfehlenswertes Ziel für ein Wochenende an der Adria. Tümmeln sich zur Hauptsaison hier zahlreiche Österreicher und Deutsche, ist es zum Saisonstart bzw. -ende deutlisch ruhiger und sowohl die Altstadt Grado’s als auch die nähere Umgebung laden zum Erkunden ein. Einen Abstecher am Strand zum Zehen in das frische Nass stecken inklusive.

Nur etwa 40 Autominuten von Grado entfernt liegt die Hafenstadt Trieste. Historische Bauwerke der Habsburgerzeit können hier ebenso entdeckt werden wie historische Cafés, der Hafen lädt ebenso zum Flanieren und Bummeln ein wie etwa die beliebte Einkaufsstraße Corso Italia. Auf dem Rückweg nach Grado lohnt sich ein Zwischenstopp auf halbem Weg, um das Castello de Duino zu besichtigen. Neben der Architektur an sich, beeindruckt das Areal vor allem durch die Lage direkt an den Klippen, mit einer tollen Parklandschaft und einem beeindruckenden Ausblick. Entlang der Klippen führt zudem der Rilkeweg, ein leicht begehbarer Küstenweg, benannt nach dem Dichter Rainer Maria Rilke.

Nach einem weiteren Abendessen in Grado selbst und einem kurzen Spaziergang am Strand ging es Sonntag Vormittag bereits retour in Richtung Heimat. Auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten für einen Zwischenstopp, erwähnenswert an dieser Stelle beispielsweise die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Basilika von Aquileia.

Rund 5 Stunden später, einer erneut winterlichen Fahrt durch das Leogra-Tal und mit dem letzten Café Macchiato als Stärkung im Magen, war das Wochenende auch schon wieder um und die Kamera mit jeder Menge Schnappschüsse gefüllt, welche ich euch an dieser Stelle nun nicht vorenthalten möchte.

Seid ihr bereits in der Region Friuli Venezia Guilia gewesen: Welche Highlights sollte ich bei meiner nächsten Reise in die Region nicht verpassen? Welchen Geheimtipp könnt ihr mir mit auf den Weg geben?

Friaul Julisch Venetien | © individualiciousFriaul Julisch Venetien | © individualiciousFriaul Julisch Venetien | © individualiciousFriaul Julisch Venetien | © individualicious

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14/10/2013
Wunderbar. Da fühle ich mich doch gleich ein wenig entspannter :)!
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    14/10/2013
    Ja, so ein kurzer Abstecher ans Meer bzw. in südlichere Gefilden trägt doch tatsächlich dazu bei, etwas Durchzuatmen und frische Energie zu tanken!
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