Köln ist mit mehr als einer Million Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die viertgrößte Stadt Deutschlands. Zeitraum der Reise: Juli 2013.

Die Anreise nach Köln erfolgt über den Flughafen Köln-Bonn oder per Zug oder Auto aus Österreich.

art’otel Cologne
Holzmarkt 4
50676 Köln, Deutschland
www.artotels.com

Rund drei Jahre sind mittlerweile vergangen, seit ich das erste Mal in Köln war. „Kein zweites Mal“, war mein Gedanke damals. Die Stadt am Rhein konnte mich nicht überzeugen. Hässliche Bauten, kein Charme und bis auf eine unglaublich lange Shoppingmeile nichts zu bieten. Doch mein Job brachte mich in diesem Jahr gleich drei weitere Male nach Köln. Zeit, der Stadt eine zweite Chance zu geben.
„Schön? Nein, schön ist Köln nicht.“ Auch Einheimische teilen meine Meinung, doch irgendwas muss es mit Köln doch auf sich haben. Nicht umsonst protzen die Bewohner nur so vor Stolz. Überaus freundlich und hilfsbereit, das zeichnet die Kölner aus, meinen viele. Stimmt. Doch es liegt nicht nur an den Kölnern selbst, dass ich mich mittlerweile mit der Stadt näher anfreunden konnte. Denn fernab der üblichen touristischen Ströme gibt es dann doch noch ein paar sehenswerte Ecken. Eins gleich vorweg: der Kölner Dom gehört für mich da nicht dazu. Er prägt zwar das Stadtbild schon bei der Einfahrt mit dem Zug, doch eine wahre Schönheit ist er in jedem Fall nicht. Zumindest für mich nicht.

Köln | © individualicious

Es ist vor allem die Gegend rund um den Rheinauhafen sowie das Belgische Viertel, welche mich dieses Mal mit Köln versöhnlich stimmten. Direkt am Rheinauhafen liegt nicht nur das Schokolademuseum, welches für Naschkatzen gewiss einen Besuch wert ist, sondern auch das art’otel cologne. Ein gut gelegenes Hotel mit modernen Zimmern und einem ausgezeichneten hauseigenem Restaurant. Tipp: Unbedingt das Hot Stone Roast Beef probieren!

Das neue Viertel am Rheinauhafen eignet sich nicht nur perfekt für einen gemütlichen Spaziergang entlang des Rheins. Hier finden sich auch zahlreiche Restaurants und Bars, welche sich vor allem in puncto Stil und Einrichtung sehen lassen können. Beginnend etwa mit den Hafenterrassen, einem gemütlichen Gastgarten mit Getränke-Service; kleine Snacks gibt es an der Imbissbude – übrigens der schönsten, die ich bislang gesehen habe. Nur wenige Meter weiter ist das Hasen Hafencafe, welches zum Sport- und Olympiamuseum gehört. Neben einem Innenbereich, der an die gute alte Turnstunde zu Schulzeiten erinnert, bietet die zum Rhein gelegene Terrasse Gelegenheit für eine kurze Auszeit bei Limonaden und kleinen Gerichten. Weitere Restaurants wie das Josephs (dieser Einrichtungsstil <3), Bona-Me oder Limani sind weitere Tipps für einen kulinarischen Abstecher im Rheinauhafen.

Der Rheinauhafen ist nicht nur Sitz für zahlreiche namhafte Firmen wir Microsoft oder EA, Showroom für Interieur-Labels oder Büroräumlichkeiten für Anwälte, Ärzte und Co. Im Sommer ist die Location BAY Schauplatz für Biergarten, Hafenrestaurant und Open Air Kino zugleich. Mit einem täglich wechselnden Programm ein absoluter Freiluft-Tipp für laue Sommerabende, die Atmosphäre mit dem Wasser im Hintergrund spricht für sich.

Köln | © individualiciousKöln | © individualicious

Wer zum Shopping nach Köln kommt, wird früher oder später wohl auf der Breiten Straße landen. Hier reiht sich ein Mode-Label an das nächste, Elektroketten und Cafés mischen sich mit Schuhläden, Apotheken und Co darunter. Viel empfehlenswerter für ein individuelles Shoppingerlebnis ist jedoch das Belgische Viertel rund um die Brüsseler Straße, Maastrichter Straße, Antwerpener Straße, Limburger Straße, Flandrische Straße, Engelbertstraße, etc. Benannt als Anlehnung an die Straßennamen, hat sich das Belgische Viertel zu einem beliebten In-Viertel für Shopping, Gastronomie und Party entwickelt. Individuelle Labels junger Designer sind hier zu finden, die Website chic belgique gibt im übrigen einen guten Überblick über Viertel und Events.

Empfehlenswerte Stopps für eine kleine Stärkung zwischendurch sind etwa das Milchmädchen (Fritz Kola und Schnittchen mit Aprikose/Frischkäse oder Walnuss/Brie/Honig) oder das im Vintage-Look gehaltene Yo!.

Köln | © individualicious  Köln | © individualicious

Um Köln auf eigene Faust zu erkunden, eignen sich die Leihräder der Deutschen Bahn. Mittels App lässt sich der nächste Standort ermittelt, bezahlt wird via Kreditkarte und schon kann’s losgehen. Unsere Route führte uns zunächst über den Rheinauhafen wieder zurück zur Innenstadt, über den Heumarkt zum Belgischen Viertel, weiter in den Mediapark, von der über die Rheinbrücke zum Rheinpark und wieder zurück bis in den Rheinauhafen. Wusstet ihr übrigens, dass Köln eine Seilbahn hat? Startpunkt ist die Seilbahnstation im Rheinpark, von dort geht es mit einem tollen Panorama über Köln auf die andere Rheinseite. Definitiv ein Stadterlebnis der anderen Art.

Als Abschluss des Aufenthalts wartete dann noch eine kleine Stärkung im Café Ludwig im Museum, dessen Terrasse sich bei Sonnenschein und warmen Temperaturen wirklich sehen lassen kann. Nach Check-Out im (privat genächtigten) art’otel cologne hieß es für mich dann ab ins Taxi und weiter ins Hotel Casa Colonia, um die weiteren Tage beruflich in Köln zu bestreiten. Für alle, die ein familienbetriebenes Boutique-Hotel in Nähe des Zentrums suchen, ebenfalls absolut empfehlenswert! Köln, langsam haben wir beide uns versöhnt…

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Ich freue mich, dass du dich mit Köln doch noch versöhnen konntest und hoffe doch, dass es dich noch einige male hier her verschlägt. Dann aber hoffentlich zu einem Termin, an dem auch ich Zeit habe und wir uns mal wieder treffen können. Liebe Grüße Christina
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    16/09/2013
    Liebe Christina - ja, schlussendlich hat mich Köln doch noch überzeugt, auch ein paar schöne Ecken zu haben. Und ich bin mir sicher, dass ich sicher noch das ein oder andere Mal nach Köln komme. Dann hoffentlich auch, wenn sich's bei dir gut ausgeht!
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