Kopenhagen ist die Hauptstadt Dänemarks und ein beliebtes Reiseziel Nordeuropas. Das Stadtgebiet von Kopenhagen verteilt sich über mehrere Inseln. Zeitraum der Reise: Mai 2010.

Die Anreise nach Kopenhagen erfolgt aus Österreich über den Flughafen Kopenhagen. Mit dem öffentlichen Verkehr ist man in kurzer Zeit im Zentrum.

Hotel Copenhagen Island
Kalvebod Brygge 53
1560 Kopenhagen, Dänemark
www.copenhagenisland.dk

Ich wünschte, ich hätte Gummistiefel angehabt. Kopenhagen präsentiert sich schuhmode-technisch auf den absolut praktischen Stand der Gummistiefel und hat mir bewiesen, dass nicht das Design, sondern der Nutzen im Vordergrund stehen sollte. Regen, Regen, Regen und graue Wolken hingen am Wochenende über der Insel. Meiner Sightseeinglaune tat dies dennoch keinen Abbruch und so machte ich vier Tage lang die dänische Hauptstadt unsicher.

Für die einen sind es wohl die Gummistiefel, für die anderen das Fahrrad. Eines von beiden besitzt mit Sicherheit ein jeder Däne und so ist die Dichte an Fahrrädern in der Stadt geschätzt höher als die der Autos. Und so gibt es neben gewöhnlichen Autoparkplätzen in Einkaufszentren auch Parkgaragen für Fahrräder. Dass diese gut genutzt sind zeigt, wie sehr die Dänen ihr Fahrrad lieben. Und auch in der Metro darf man das zweirädige Gefährt – anders als hierzulande – ohne Probleme mitnehmen. Eigene Streifenkarten für’s Fahrrad gibt’s an jedem Ticketautomaten.

Kopenhagen präsentierte sich trotz der tristen Farben – die natürlich wetterbedingt waren – alles andere als langweilig. Eine moderne Großstadt, die zwar an Metropolen wie London, Paris, Rom oder Wien nicht herankommt, sich in punkto Internationalität und Charme dennoch nicht verstecken muss. Auf der längsten Einkaufsstraße Kopenhagens, der Strøget, findet man alles was das Shoppingherz begehrt. Für einen Mitteleuropäer erfreulich sind die vielen Marken und Labels, die es hierzulande nicht gibt – the urban outfitters ist hier beispielsweise einen Besuch wert. Wer nach der Shoppingtour müde ist und eine Stärkung braucht, sollte es sich nicht entgehen lassen, im Café Europa oder Café Norden vorbeizuschauen. Eventuelle Wartezeiten für den nächsten freien Tisch sollten zwar mit eingeplant werden, aber das warten lohnt sich. (Kleiner Extratipp: der Brunch im Café Europa ist einfach sehens- und essenswert!).

Wer auf klassisches Sightseeing steht, kann beispielsweise eine Runde mit einem Touristenbus einlegen und sich so bequem quer durch die Stadt kutschieren lassen. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten werden angefahren, wer allerdings in den nächsten Wochen bzw. Monaten nach Kopenhagen kommt, sollte – so wie ich – nicht allzu enttäuscht sein, die kleine Meerjungfrau am Hafen von Kopenhagen nicht anzutreffen. Denn diese befindet sich gerade auf Besuch bei der EXPO in Shanghai. Dennoch ist der Hafen einen Besuch wert und auch beim Schloss Amalienburg sollte man kurz Halt machen. Um 11:30 findet hier der Wechsel der königlichen Hofgarde statt, ein Spektakel, dass sich viele Touristen nicht entgehen lassen. Ein Blick ans andere Ufer lohnt ebenso, denn direkt gegenüber vom könglichen Sitz sorgt die Oper für einen atemberaubenden Anblick – vor allem abends. Wer die Ruder lieber selbst in die Hand nimmt, sollte sich eines der kostenlosen Citybikes schnappen und quer durch die Stadt radeln. Vorbei an der königlichen Bibliothek, hin zum Rathausplatz, einen Abstecher zum Nyhavn (absolut sehenswert!) und vorbei am Vergnügungspark Tivoli (traditionell, schön angelegt & immer einen Besuch wert).

Wer genügend Zeit mitgebracht hat, sollte auch einen Tagesausflug nach Malmö einplanen. Selten hat man in nur 35 Minuten die Gelegenheit, in einem anderen Land zu stehen und Schweden zu besuchen. Alleine die Zugfahrt über die bekannte Øresundbrücke ist die Reise wert. Malmö selbst präsentierte sich mir als kleine, verschlafene Stadt, die allerdings mächtig aufholt, sieht man sich das moderne Hafenviertel an.

Zurück in Kopenhagen darf ein Spaziergang am Strand nicht fehlen. Mit der Metro kommt man innerhalb weniger Minuten zum Amager Strand, wo man dem hektischen Seetreiben, den Windrädern beim Arbeiten und den Fliegern beim Landeanflug des nahegelegenen Flughafens zusehen kann. Tipp: Fahrrad mitnehmen und die lange Strandpromenade ausnützen, um so viel Strandpromenade wie möglich erkunden.

Zuletzt noch ein persönlicher Tipp und für mich ein absoluter Pflichtbesuch in Kopenhagen: das Laundromat Café. Gleich zwei Stück davon finden sich in Kopenhagen, eines in Nørrebro und das andere in Østerbro. Hier treffen sich Mütter mit ihren Kindern, Studenten & junge Einheimische sowie Geschäftsleute zur Mittagspause. Und der Name? Das Laundromat Café macht seinem Namen alle Ehre, denn Waschmaschinen sind ebenfalls vorhanden und lassen neben einem leckeren Frühstück auch gleich noch die Hausarbeit erledigen. Ein Geheimtipp, denn Touristen verirren sich kaum hierher.

Kopenhagen ist eine Reise wert und schafft es sogar, sich in die Kategorie „Da will ich wieder hin!“ einzureihen. Beim nächsten Mal jedoch wird noch mehr Zeit in den Koffer gepackt, um nicht nur die Stadt, sondern auch das Land Dänemark noch mehr zu erkunden!

Kopenhagen | © individualiciousKopenhagen | © individualiciousKopenhagen | © individualiciousKopenhagen | © individualicious

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12/01/2012
Very nice info you have here!
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07/04/2014
In einem Monat bin ich unterwegs nach Koepnhagen! Schönen Blog hast du, und der Artikel ist wirklich lesenswert und steigert die Vorfreude. Auch den Tipp mit dem Cafe werde ich mir merken! LG, Jakob
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    08/04/2014
    Hallo Jakob, vielen Dank für das Feedback. Bin gespannt, wie dir Kopenhagen gefällt. Ich hoffe, du hast besseres Wetter als ich damals.
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