Casa Cook Rhodes
European Union Street
Kolymbia 851 02, Rhodos, Griechenland
www.casacook.com

Mein Travel Guide: Rhodos mit Tipps zu Ständen, Ausflugszielen und Restaurants ist hier nachzulesen.

Es mag etwas bedeuten, wenn ich nach dem Check-In in einem Hotel, das unmittelbar am Meer liegt, nicht sofort zu ebendiesem aufbreche. Sondern es vielmehr knapp 24 Stunden braucht, bis ich meine Zehen zum ersten Mal in den Sand stecke. Der gute Grund heißt in diesem Fall Casa Cook Rhodes und ist eine kleine Oase mitten auf der griechischen Urlaubsinsel Rhodos.

Ich hatte meine Unterkunft zuvor mit großer Sorgfalt ausgewählt. Schon längere Zeit hatte ich mit einem der beiden Casa Cook-Hotels (jenes auf Kos öffnete erst kürzlich die Pforten) geliebäugelt und wusste spätestens nach einem arbeitsintensiven Sommer, dass ich im Herbst noch etwas Sommer, Sonne und Strand brauchte, bevor es zuhause in die kalte Jahreszeit überging. Ein Hotel, welches nicht einfach nur ein Standardzimmer bot, sondern mir so sehr entsprach, dass ich schon vor der Anreise wusste: „Hier lässt es sich Entspannen und den Spätsommer genießen.“

Das Casa Cook, zur Thomas Cook Gruppe gehörig, bezeichnet sich selbst als „boutique hotel with a laid-back spirit“. Zugegeben, die Beschreibung trifft es ganz gut. Cool, entspannt, lässig. Nicht zu sehr, vielmehr genau richtig. Von der Atmosphäre über die Einrichtung bis hin zum Personal.

Natürliche Materialien und erdige Farben verleihen dem Casa Cook eine angenehme Atmosphäre. Gut und gerne auch „bohemian chic“ genannt. Schon einmal war ich von einem Hotel in diesem Stil besonders angetan – dem San Giorgio Mykonos. Kein Wunder, tragen doch beide Hotels die Handschrift des Interior Design-Duos Michael Schickinger und Annabell Kutucu. Und spätestens seit meinem Aufenthalt in Mykonos bin ich überzeugt, dass Hotelkonzepte unter der Feder der beiden nur erfolgversprechend sein können.

Das Besondere am Casa Cook Rhodes ist schnell erklärt: Jedes Zimmer, ganz gleich ob Standard, Loft Suite oder Suite, verfügt über einen direkten Poolzugang mit eigener, kleiner Terrasse. Es sind mehrere kleine Einheiten, so dass trotz der beachtlichen Zimmeranzahl nicht der Eindruck eines großen Hotels entsteht. Die Zimmer, ebenfalls im Boho-Stil gehalten, sind nicht nur geschmackvoll sondern auch praktisch eingerichtet und lassen keine Wünsche offen. Das Highlight sind jedoch ohne Zweifel die Sonnenliegen direkt am Wasser. Wer so wie ich das Glück hat im Zimmer 602 zu wohnen, wird mit Sonnenschein von früh bis spät und direktem Blick auf den Tsambika Mountain – uneingesehen von anderen Wohneinheiten oder vorbeilaufenden Gästen – belohnt. Wenig überraschend also, dass es durchaus etwas Überwindung kostet, sich vom Pool und dem Ausblick loszureißen.

Zumindest ein- bis zweimal am Tag lohnt es sich jedoch das Zimmer zu verlassen. Spätestens dann, wenn im so genannten Kitchen Club das Frühstück und/oder Abendessen ruft. Ersteres wird für Frühaufsteher als auch Langschläfer von 7 bis 11 Uhr serviert und bietet alles, was man sich zum Frühstück nur wünschen kann. Wenn nicht sogar ein bisschen mehr. Abends gibt es griechische Küche auf hohem Niveau entweder à la carte oder als Halbpension. Letztere hat es in sich, werden einem dabei doch täglich eine Suppe, drei Vorspeisen, eine Hauptspeise zur Wahl sowie ein Dessert serviert. Empfehlenswert! Und unbedingt nachahmenswert für andere Hotels, die Halbpension immer noch als 08/15-Buffet verstehen. Tagsüber gibt es an der Poolbar des Kitchen Club neben einer großen Auswahl an Säften, Kaffees und alkoholischen Drinks auch ein Lunch Menu, welches man ebenfalls ausprobieren sollte. Kleiner Tipp: Die Portionen haben es in sich und sollten nicht als „Kleinigkeit“ für zwischendurch verstanden werden.

Und für den – beinahe unwahrscheinlichen – Fall, dass man das Hotel doch mal verlassen möchte, gibt es ausreichend Möglichkeiten. Da wäre etwa der rund fünfminütige Fußweg zum Kolymbia Beach. Ein feiner Kiessand, keine fünf Meter breit und für die schnelle Abkühlung völlig ausreichend. Lohnenswerter ist hingegen der fünf Autominuten entfernte Tsambika Beach, auf der Südseite des Tsambika Mountain gelegen. Ein feiner Sandstrand mit Sonnenliegen, Beach Bars und Wassersportanbietern. Direkt vom Hotel führt zudem ein leichter Wanderweg auf den Tsambika Mountain, rund 220 Höhenmeter zum Tsambika Monastery. Die beiden größeren Städte der Insel, Rhodos Stadt und Lindos, sind je eine gute halbe Autostunde entfernt.

Fazit. Das Casa Cook Rhodes ist das ideale Hotel für all jene, die vor allem eines wollen: entspannen. Es fällt leicht den ganzen Tag die Seele baumeln zu lassen ohne auch nur einen Fuß vors Hotel zu setzen. Falls aber doch der Drang besteht, die Insel zu erkunden, sind die lohnenswerten Ziele sowohl im Norden als auch Süden der Insel gut und schnell erreicht. Das Casa Cook Rhodes ist ein kinderfreies Hotel, mit freundlichem Personal, überaus gutem, regionalen Essen. Kritik gibt es an dieser Stelle, wenn überhaupt, lediglich für den manchmal etwas zu hohen Lautstärkepegel im Restaurantbereich.

Casa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualicious  Casa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualicious  Casa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualicious  Casa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualicious  Casa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualicious  Casa Cook Rhodes | © individualiciousCasa Cook Rhodes | © individualicious

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