Sieht man von den Touristenmassen am Flughafen in Palma ab und blendet man das Ballermann-Image aus, so ist Mallorca definitiv eine der landschaftlich schönsten Inseln (die ich bislang bereist habe). Vor allem der Norden mit dem Tramuntanagebirge und infolge der Nordosten als Ausgangsbasis mit den vielen umliegenden kleinen Städten haben es mir dabei besonders angetan. Strand, Stadt und das Panorama – drei Gründe aus meiner letzten Mallorcareise vor wenigen Tagen, die für diese Ecke der Insel sprechen.

Mallorca | © individualicious

Ist es in Port de Alcúdia der kilometerlange Strand, so sind in Port de Pollença die Strandabschnitte mit den Strohsonnenschirmen charakteristisch. Immer wieder reihen sich Sonnenliege und Sonnenschirm an einen freien Strand, so dass man ohne weiteres je nach Vorliebe wählen kann. Zwischendrin da und dort ein Strandcafé, so dass mittags für das leibliche Wohl und nachmittags für das obligatorische Eis gesorgt ist.

Besonders charmant sind in Port de Pollença zudem jene Strandabschnitte, die immer näher an die Altstadt liegen. Denn nicht nur tritt man hier von der belebten Uferpromenade direkt zu seinem Liegestuhl. Viele Restaurants haben zudem kleine Plattformen direkt im Meer, wo Tapas oder Fischgerichte serviert und ein Glas Wein genossen werden kann, während die Wellen an der Steinmauer brechen.

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So verlockend es auch sein mag tagein, tagaus am Pool oder am Meer zu verbringen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und hie und da eine kurze Abkühlung zu suchen: ein klein wenig Sightseeing darf auch auf Mallorca nicht fehlen. Denn neben den kilometerlangen Stränden gibt es hier zahlreiche kleine, charmante Dörfer zu Entdecken. Besonder jene im Norden und Nordosten der Insel haben es mir angetan und so darf ein Abstecher nach Valldemossa nicht fehlen. Über die MA-10 und traumhaften Ausblicken geht es stetig weiter nach Sóller.

Hier ist es fast ein Muss, in den Zug nach Port de Sóller zu wechseln und sich auf der rund zwanzigminütigen Fahrt den Wind um die Nase wehen zu lassen, während links und rechts Orangen- und Zitronenbäume am Fenster vorbeiziehen. Im kleinen Hafenort Port de Sóller angekommen, bummelt man die Promenade entlang. Links von sich ein Laden mit Souvenirs und Modeboutiquen nacheinander, rechts von sich die Strandpromenade und der Gelegenheit, die Zehen in den Sand zu stecken oder den Booten beim Ablegen zuzusehen.

Zurück nach Sóller geht es im Halbstundentakt, von dort weiter die MA-10 nach Pollença. Ein kleines Dorf mit einladenden Geschäften, Cafés und Restaurants am charmanten Plaça Seglars und natürlich dem Kalvarienberg mit seinen 365 Studen. Doch dazu später mehr. Ebenfalls lohnenswert: die historische Altstadt von Alcúdia. Entlang der gut erhaltenen Stadtmauer lässt es sich hervorragend Flanieren und zugleich einen Blick über die Dächer Alcúdias erhaschen, in den Gassen des Städtchen selbst reihen sich Souvenirläden, Cafés und Privathäuser aneinander. Dienstags und Sonntags ist Markttag in Alcúdia, entweder nutzt man hier die Gelegenheit stiller Beobachter des bunten Treibens zu werden oder man nutzt die vielen Markttage in anderen Städten der Insel.

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Selbst, oder vielmehr gerade in Sachen Panorama braucht sich Mallorca keineswegs zu verstecken. Nicht nur bietet die MA-10 quer durch die Serra de Tramuntana immer wieder großartige Ausblicke über die nördliche Küste entlang, auch im Landesinneren finden sich immer wieder Aussichtspunkte, die förmlich nach einem Zwischenstopp rufen. Der Klassiker auf Mallorca: die Fahrt an den nordöstlichsten Punkt der Insel – das Cap de Formentor. Im Konvoi pilgern hier Busse und Mietwagen bis an die Spitze vor. Der Ausblick lohnt, jedoch am besten in den frühen Morgenstunden, wenn die Sonne aufgeht und die Tagesausflügler sich noch nicht in Scharen die schmale Straße entlang schlängeln.

Oder aber man beschreitet den Weg nach oben zu Fuß und in voller Absicht. So etwa in Pollença, wo ein Aufstieg auf den Kalvarienberg eigentlich das Highlight schlechthin. ist. 365 Stufen führen stetig nach oben, bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen mag man da zwar ins Schwitzen kommen, doch der Weg lohnt. Denn oben angekommen wird man mit einem tollen Blick weit über Pollença hinaus bis an die Küste belohnt. Ein kurzer Blick in die Kirche El Calvario, ein Eis im angrenzenden Café und dann die wenigen Schritte weiter Richtung Nordosten, wo eine kleine Terrasse schlussendlich den besten Ausblick freigibt.

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