Lange hatte ich gegrübelt und recherchiert welche Kaffeemaschine meine in die Jahre gekommene Nespresso ersetzen sollte. Verdammt lange. So war ich mir zwar schnell sicher, dass es keine Nespresso mehr sein sollte (Sorry George!), nicht aber auf welches System ich fortan wechseln wollte. Eigentlich hatte ich bereits mit einem Vollautomaten geliebäugelt. Doch einhellige Stimmen in meinem Umfeld und auf diversen Online-Plattformen waren der Meinung, dass mein Kaffeekonsum nicht den Anforderungen eines Vollautomaten entsprach. Das Problem? Ein Vollautomat käme erst bei entsprechend hohem Einsatz so richtig in Fahrt, bei mehreren Tassen am Tag wäre der Geschmack erst richtig gut. Dass da mein Kaffeekonsum nicht so recht mithalten konnte, war schnell klar. So bin ich zum einen nicht nur die einzige kaffeetrinkende Person in meinem Haushalt, zum anderen beschränkt sich dies in der Regel und mit seltenen Ausnahmen nur auf die Wochenenden. Ob der Tatsache, dass ich mich einfach nicht entscheiden konnte, legte ich die Suche nach einer neuen Kaffeemaschine also erstmal auf Eis.

La Pavoni | © individualiciousLa Pavoni | © individualicious  La Pavoni | © individualicious

Anlässlich meines 30. Geburtstages vor einigen Wochen begann ich dann aber erneut damit, mich mit der Frage aller Fragen zu beschäftigen. Denn ich durfte mir eine neue Kaffeemaschine als Geschenk aussuchen. Nach langem hin und her landete ich schlussendlich bei den Espressomaschinen aus dem Hause La Pavoni*. Zugegeben: Es war schlichtweg das Design der Maschinen, welches mich zunächst am meisten ansprach. Ich las also die Website des Herstellers von A bis Z, stöberte in Käuferbewertungen auf Amazon und sah mir das ein oder andere YouTube-Video an. Umso mehr ich mich mit den Maschinen beschäftigte, desto mehr kristallisierte sich die Marke als mein Favorit heraus.

Um mir bei der Entscheidungsfindung einen letzten Ruck zu geben, stattete ich einem kleinen Laden in Innsbruck einen Besuch ab, der sich auf Kaffeemaschinen spezialisiert und auch die La Pavoni im Sortiment hatte. Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Verkäufer stand für mich fest: die La Pavoni ist ideal für meine Anforderungen und meinen Kaffeekonsum. Da ich die meiste Zeit ohnehin Espresso oder Espresso Macchiato trinke und sich die Anzahl an Tassen in der Regel in Grenzen hält, sollte ich mit dieser Espressomaschine keinen Fehler machen. Wieder zuhause, wanderte die La Pavoni Stradivari Lusso* in den Warenkorb (da sie leider in Innsbruck nicht lagernd war und die Lieferzeit mehrere Wochen betragen hätte). Die Vorfreude auf die Maschine und das warten auf die Lieferung konnte beginnen.

La Pavoni | © individualiciousLa Pavoni | © individualicious  La Pavoni | © individualicious

Seit gut zwei Wochen ist die La Pavoni nun bei mir eingezogen und ich liebe sie jetzt schon heiß und innig. Allen voran macht sie sich einfach hervorragend auf meinem Sideboard. Doch Design ist eben nicht alles, was nützt die tollste Espressomaschine wenn der Kaffe nicht schmeckt? Und das tut er. Mittlerweile. Denn so schnell man den Dreh auch heraußen hat, welche Handgriffe es bei der Maschine an sich braucht, so gefinkelt war es zunächst die Kaffeebohnen im richtigen Mahlgrad zu mahlen, so dass der Kaffee nicht zu wässrig wird oder zu bitter schmeckt. Allen Bedenken zum Trotz ist die Maschine in nur wenigen Minuten auf Betriebstemperatur und auch wenn in Sachen crema noch etwas Übung notwendig ist, klappt es für den Anfang schon mal gar nicht so schlecht.

Was den Mahlgrad betrifft, so gilt es hier definitiv noch etwas nachzubessern, aber langsam taste ich mich an den richtigen Geschmack heran. Mit der Jolly Dosato Lusso JDL* habe ich zu einer Kaffeemühle gegriffen, die ebenfalls von La Pavoni kommt und bislang gute Dienste leistet. Pro-Tipp: Sollte die Mühle mal keinen Kaffee ausspucken, liegt es nicht an einer verstopften Bohnenzufuhr oder sonstigen Problemchen, nein, dann ist schlichtweg der Mahlgrad falsch eingestellt. Wäre ich auf diese Idee das letzte Mal schon früher gekommen, hätte ich nicht frustiert einen ganzen Tag lang auf’s Kaffeetrinken verzichten müssen. Selbst schuld! Soweit habe ich nun aber beide Gerätschaften in Griff und ab sofort heißt es nur noch: üben, üben, üben, um schon bald den perfekten Caffè zu genießen.

La Pavoni | © individualicious

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25/08/2015
Hehe, ja das Kaffee-Machen ist eine Kunst für sich. :-) Wir verlassen uns noch immer auf unsere Nespresso, vorallem da erst vor einem halben Jahr die Lattissima eingezogen ist, die einfach nur herrlichen Milchschaum macht. Trotzdem liebe ich es noch immer den Kaffee meiner Oma zu trinken, die das Kaffeepulver direkt im kleinen Kaffeekännchen zubereitet und man beim Trinken aufpassen muss, nicht zu viel Satz zu erwischen. :D Richtig kroatisch/türkisch/griechisch/serbischer Mocca. Noch immer der Beste. Liebe Grüße Christina
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    Oh ja, in den Genuss eines richtigen Mocca bin ich damals auf Zypern gekommen. Der wird jedenfalls dem Namen Kaffee gerecht! Ich bereue bislang jedenfalls nicht, mich schlussendlich von meiner Nespresso verabschiedet zu haben.
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