Fee ist ihr Name und so heißt auch ihr Blog. Fee berichtet auf feeistmeinname.de über alles, was sie glücklich macht. Und das ist eine ganze Menge: DIYs und Rezepte, Reiseberichte und Lomografie, Musik und Nostalgiefotos. Außerdem zelebriert sie immer wieder ihre Zuneigung zum Ruhrpott und hat jede Menge Tipps für ihre Heimatstadt Dortmund auf Lager. Der verbindende rote Faden ist schließlich ihre Liebe zum Schreiben und Fotografieren mit der ihre Posts erst an Form gewinnen.

Was macht Dortmund für dich so besonders?

What makes Dortmund so special to you?

Dortmund ist leider nicht gerade für seine Schönheit bekannt. Aber so schlecht, wie Dortmund häufig wegkommt, ist es hier beim besten Willen auch nicht. Die Stadt wurde im zweiten Weltkrieg mehr oder weniger dem Erdboden gleichgemacht und danach vieles nicht wieder aufgebaut, sondern im „schicken“ 50er-Jahre-Zweckbau-Stil neu errichtet – vor allem im Bereich der Innenstadt, was den ersten Eindruck vieler Besucher bedauerlicherweise negativ prägt.

Ein absolutes Vorurteil dagegen ist „Das graue Ruhrgebiet“. Dortmund ist eine extrem grüne Stadt. Fast die Hälfte der Stadtfläche besteht aus Wald, Parks, Wiesen, Feldern und Gärten. Und Dortmund ist für eine Großstadt sehr weitläufig und ländlich. Die bis zu hundert Stadtbezirke und Vororte (keiner weiß es so genau) geben einem häufig das Gefühl irgendwo in der Pampa zu sitzen, statt in einer der größten deutschen Städte. Für mich ist Dortmund Heimat und ich finde Dortmund schön und lebenswert. Man muss nur richtig hinschauen. Und dabei helfe ich gerne.

Unfortunately, Dortmund isn’t known for its beauty. But it really is not as badly as it sometimes comes out. The city was flattened during the Second World War. Many buildings weren’t rebuilt afterwards, but newly built in a „chic“ 1950s-style – especially around the historic city center, what tempers the delight of the tourists. 

A pure prejudice is the „grey Ruhr region“. Dortmund is pretty green. Almost half of the city are forest, parks, meadows, fields and gardens. Speaking of a bigger city, Dortmund is quite spacious and rural. Up to hundred city districts and suburbs (no one really knows) make you feel like sitting anywhere in the nowhere instead in one of the biggest German cities. Dortmund is my home and in my eyes, Dortmund is beautiful and worth living. You just have to look closely. And I’m happy to do so. 

Welche Sehenswürdigkeiten muss man in Dortmund gesehen haben?

Which sight does everyone have to visit in Dortmund?

Das Erste, was man von Dortmund sieht, wenn man mit dem Zug in die Stadt fährt, ist das Dortmunder U, ein Kultur- und Kreativzentrum in einem ehemaligen Brauereiturm. Hier gibt es für kulturell Interessierte viel zu entdecken, ein besonderes Highlight sind die „Fliegenden Bilder“ – hierbei handelt es sich um Videoinstallationen des Dortmunder Filmemachers Adolf Winkelmann, die zum Teil an der Außenseite des Gebäudes schon von weitem sichtbar sind und aber auch das Innere zu einer Projektionsfläche für ständig wechselnde Szenarien machen.

Was ich dagegen für einen sonnigen Tag jedem empfehlen würde, ist ein Besuch im Westfalenpark. Mit 70 Hektar Fläche in Innenstadtnähe (und quasi direkt vor meiner Haustür) kann man hier locker einen ganzen Tag verbringen. Mitten im Park steht übrigens der „Florian“, unser Dortmunder Fernsehturm, der das erste Drehrestaurant der Welt beherbergt. Ich betrachte den Park als meinen erweiterten Vorgarten und er ist für mich einer der schönsten Plätze weit und breit.

Eine Stippvisite lohnt sich außerdem zum Phoenix-See, der vor einigen Jahren mitten in der Stadt auf der Brachfläche eines ehemaligen Stahlwerks angelegt wurde, zum Dortmunder Zoo, der sehr idyllisch in einem Waldstück gelegen ist, zur DASA, der Deutschen Arbeitsschutzausstellung, was langweilig klingt, aber ein super spannendes Museum zum Thema Mensch im Kontext mit Arbeit und Technik ist, zum Dortmunder Theater, das seit einigen Jahren mit Kay Voges einen super Intendanten an Bord hat, und, wenn man sich für Fußball interessiert, zum Signal Iduna Park, den wir hier immer noch Westfalenstadion nennen und der mit über 80.000 Plätzen das größte Fußballstadion in Deutschland ist.

The first thing you see when you’re approaching Dortmund by train is the Dortmunder U, a culture and creative center in a former brewery tower. Culturally interested can discover a lot, a special highlight are the „Flying Images“ – a video installation of the Dortmunder filmmaker Adolf Winkelmann, that are both visible from far away on the outside and make the inward to a projection surface for varying sceneries. 

On a sunny day, I’d recommend everyone a visit at the Westfalenpark. With 70,000 square metres close to the city (and almost in front of my door) you can easily spend a whole day over there. In the middle of the park, you’ll find „Florian“, our TV tower, giving a home to the very first revolving restaurant of the world. I consider the park as my extended front yard and for me it’s one of the most beautiful places far and wide.

Lake Phoenix is also worth a flying visit – some years ago it was constructed in the middle of the city on an abandoned area of a former steelwork – as well as the Dortmund zoo, idyllically located next to a forest, the DASA (Deutsche Arbeitsschutzausstellung) what sounds boring but is a super suspenseful museum on the subject of the human being in context with work and technology, the Dortmund theatre and – if you’re interested in soccer – the Signal Iduna Park, that we’re still calling Westfalenstadion. With more than 80.000 places it’s one of the biggest soccer stadia in Germany.

Wo genießt du am liebsten eine Tasse Kaffee?

Where is your favorite place to enjoy coffee?

Das ist natürlich stark von der Tageszeit abhängig. Zum großartigen Frühstück trinke ich meinen Latte Macchiato im Café Asemann im Kreuzviertel, nachmittags ziehe ich um (nur ein paar Straßen weiter) ins Kieztörtchen, wo ich meinen Cappuccino zu leckerem selbstgemachten Kuchen genieße. Abends gibt es einen Espresso nach dem besten Abendessen im Schürmanns im Park. Und wenn es mal schnell gehen soll, hole ich mir im Stadtzentrum einen Frappuccino im Flayva auf die Hand.

It really depends on the time of day. For breakfast, I’m enjoying my Latte Macchiato at Café Asemann at Kreuzviertel, in the afternoon I’m moving (just a few streets) to Kieztörtchen, where I’m enjoying a Cappuccino to delicious selfmade cakes. In the evening I’ll have an Espresso after the best dinner at Schürmanns im Park. At a push, I’ll get a Frappuccino to go at Flayva in the city center. 

Wo kann man Dortmund am besten von oben erblicken?

Where is the best place to have a look at Dortmund from above?

Dafür fährt man am besten auf den Florian. Hier hat man auf jeden Fall den höchsten Blick auf die Stadt. Alternativ hat auch das Dortmunder U eine schicke Aussichtsterrasse, auf die man kostenlos kommt. Wer eher von Norden auf die Stadt blicken möchte, kann das von der Halde Deusenberg in der Nähe des Hafens tun. Besonders schön ist es hier im Sonnenuntergang und man kann zusätzlich noch Mountainbikern und ihren Kunststücken zuschauen, die hier auf einem eigens angelegten Parcours ihre Runden drehen.

Get up at the Florian! This is where you get the highest view over the city. Alternatively, the Dortmunder U offers a nice observation deck, that you can reach without any costs. If you want to have a look at the city from the North, I’d recommend the Halde Deusenberg near the harbour. It’s really beautiful during sunset and you can watch bikers doing their tricks on a specially built course. 

Was ist dein persönlicher Geheimtipp für Dortmund?

What’s your personal insider tip for Dortmund?

Was ich jedem empfehlen würde, der ein bisschen länger in der Stadt ist, ist ein Besuch der Zeche Zollern. Das ehemalige Steinkohle-Bergwerk ist heute ein Industriemuseum und wirklich sehenswert, einerseits aufgrund der tollen Jugendstil- und Backsteingotik-Architektur, die ihm den Namen „Schloss der Arbeit“ eingebracht hat, aber auch wegen der tollen Ausstellung.

Ganz persönlich hege ich noch eine tief verwurzelte Liebe zum ehemaligen Stahlwerk Phoenix West, das heute als Industriedenkmal leider nur von außen zu besichtigen ist. Lediglich an wenigen Terminen im Jahr kann die Anlange im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Die Plätze dafür sind allerdings immer rasend schnell ausgebucht, daher gilt hier: Rechtzeitig reservieren.

What I’d really recommend to everyone who’s in town for a little bit longer, is a visit at the Zeche Zollern. The former coal mine is now an industry museum and really worth a visit. On the one hand because of its great art nouveau and brick Gothic architecture, giving it the name „Castle of Work“, on the other hand because of its great exhibitions.

I personally feel a deep-rooted love for the former steelwork Phoenix West. Nowadays it’s an industrial monument and you can only visit it from the outside. There are only few days each year when you can visit the areal within a guided tour. The tickets are sold really quick, that’s why you should book in time. 

– Vielen Dank für deine Tipps, Fee! Thanks for your tips, Fee!

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13/07/2014
Ein ganz toller Bericht von Fee <3 Ich wohne zwar nicht in Dortmund, kann aber sagen, dass diese Tipps superb sind! Und ja, das Ruhrgebiet ist grün und nicht grau <3
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